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Quellenangaben siehe hier
Der Gottesbegriff
Gott ist vollkommene Liebe, Leben, immerwährende Tätigkeit (Entwicklung), Freiheit. Damit ist er der positive Gegenpol Satans. Dieser verkörpert die gegenteiligen (polaren) Merkmale (GEJ. Bd. 5, 228 & 229).
Esoterische Definition des Begriffes “Gott”
Jesus: Der Satz im Johannes-Evangelium “Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort” lautet in der richtigen Übersetzung: Im Urgrund, oder auch in der Grundursache allen Seins war das Licht als der große
Schöpfungsgedanke (als die wesenhafte Idee). Dieses Licht war nicht nur in, sondern auch bei Gott. Das heißt, das Licht gehört auch zum nach außen erkennbaren Wesen Gottes und umfließt es gewissermaßen das urgöttliche Sein.
So kann man auch sagen: In Gott war das Licht, das Licht durchfloß und umfloß Gott, und Gott Selbst war das Licht (GEJ. Bd. 1, 1: 6-8).
Ein Ur-Grundsein alles Seins (Licht allen Lichtes, Urgedanke aller Gedanken,
Urform aller Formen) beinhaltet zum einen sowohl die (sterbliche) Form (= Materie), zum anderen aber auch den (unsterblichen) Geist. Dies bedeutet zwangsläufig,
daß in Gott als dem Ur-Gundsein alle Gegensätze (Polarität) vereint sein müssen. Weiterhin ist in Gott das Leben und die Tätigkeit schlechthin. Da dieses Ur-Leben
aus sich heraus die Wesen schuf, enthalten auch sie sowohl das Licht wie auch das Leben. Da aber das Ur-Leben Gottes ein vollkommen freies ist und dasselbe Leben auch in seinen Geschöpfen wiederzufinden ist, fühlen sich die geschaffenen
Wesen und auch der Mensch völlig frei (GEJ. Bd. 1, 1: 13-14).
Das Wesen Gottes
Jesus zu Lazarus: Gott, Raum und Ewigkeit entsprechen den Begriffen Vater, Sohn und Geist. Der Vater oder Gott ist durchgehend Liebe in höchster Vollendung. Der Raum oder der
Sohn ist das aus dem ewigen Streben der Liebe hervorgegangene Wesenhafte. Die Ewigkeit oder der Geist schließlich ist Bewegung an sich, worin die Bestrebungen der Liebe nach Verwirklichung drängen. Wollt ihr euch ein Bild über
Gott machen, so müßt ihr den Tod und alles Vergängliche aus dem endlosen Weltraum wegdenken und euch nichts als Leben und Intelligenz vorstellen. Alle Weltkörper in ihren vielfältigen Bestandteilen sind nichts anderes als durch den
Willen Gottes verfestigte Ideen (GEJ. Bd. 8, 28: 9, 16-20).
Jesus und Gottvater sind Eins
Jesus zu Pharisäern: Wenn der Sohn ewig da war, wie konnte Er gezeugt werden? Und wenn der Heilige Geist eben auch von Ewigkeit her bestand, wie konnte er vom Vater oder
Sohn ausgehen oder seinen Ursprung nehmen? Wenn die drei göttlichen Personen ewig, das heißt ohne Anfang sind, konnte ja keiner dem andern den Anfang seines Seins geben. Ich, der nun als ein fleischlicher Mensch vor euch
steht, bin der Sohn und als solcher niemals von einem andern als nur von Mir Selbst gezeugt worden. Also bin ich auch Mein eigener Vater. Wo anders könnte denn der Vater sein als nur im Sohn, und wo anders der Sohn als nur im Vater?
Dieser Mein Leib ist die verherrlichte Gestalt des Vaters. Dies war notwendig, um den Menschen und Engeln ein begreiflicher und sichtbarer Gott zu werden. Ihr könnt mich jetzt sehen und mit mir reden und dennoch am Leben bleiben. Denn
ehedem hieß es, daß Gott niemand sehen und dabei leben könne. In Mir ist der Vater; in mir ist aber auch der Heilige Geist als die von Mir nach Meiner Liebe, Weisheit und nach Meinem Willen ausgehende Kraft, die das Universum
schöpferisch erfüllt.
So, wie ich aIs Gottmensch hier in diesem Speisesaal auf dem Ölberg bin, befinde ich Mich in dieser Form nirgendwo anders, weder hier auf Erden noch auf einem
anderen Gestirn. Aber durch die von Mir ausgehende Kraft in Form des Heiligen Geistes, erfülle Ich wirkend dennoch das endlose Weltall. Ich sehe alles, vom Größten bis zum Kleinsten, kenne alles, weiß um alles, verordne alles und schaffe,
leite und regiere alles (GEJ. Bd. 8, 27: 1-4).
Es gibt im Weltall nur einen Gott!
Jesus zu Pharisäern: Ihr fragt nach der Dreigliederung Gottes in Vater, Sohn und Heiligen Geist? – Seht, Gott ist der Schöpfer aller Wesen, von denen er sich aber unterscheidet, von
Ewigkeit her. Besteht da etwa eine zwingende Notwendigkeit, in seinem Urzentrum zu verharren? Wenn sich schon der Mensch in jede Richtung körperlich frei bewegen kann und sein Geist noch um vieles beweglicher ist, wie sollte Sich da
Gott beschränken? Seht, die göttliche Unendlichkeit hat die Fähigkeit, Sich auch endlos frei zu bewegen. Sie hat natürlich auch das Recht, zu inkarnieren, um den Menschen gegenüber als vollkommener Mensch sicht- und begreifbar zu sein.
Der in sich endlose und ewige Gott hat indes aber nicht die Möglichkeit, andere, Ihr völlig gleiche Gottheiten außerhalb sich selbst zu schaffen. Könnte Sie das, so
müßte Sie außerhalb des einen unendlichen Raumes auch noch mehrere, ebenso unendliche Räume erschaffen können, was aber verständlicherweise nicht sein kann. Denn wenn der eine Raum nach allen denkbaren Richtungen hin unendlich
ist wo sollte dann ein zweiter ebenso unendlicher Raum seinen Anfang nehmen? So ist also ein zweiter vollkommener Gott ebensowenig denkbar wie ein zweiter unendlicher Raum. Würde Ich außer Mir noch zwei Götter schaffen, wie etwa den
Sohn und den Heiligen Geist, so daß beide von Mir individuell verschieden wären, so müßten sie ja notwendigerweise auf alle Meine Machtvollkommenheit Anspruch haben. Es kann aber nur ein
solches endloses göttliches Hoheitsrecht geben. Denn gäbe es deren drei, so wäre ja das endlose Reich Gottes zersplittert und seine Existenz wäre ebenso undenkbar wie drei unendliche Räumen nebeneinander. (GEJ. Bd. 8, 26: 1-5, 15).
Gott birgt in Harmonie alle Gegensätze in sich
Jesus zum Oberstatthalter Cyrenius: Jedes Dasein – das göttliche nicht ausgenommen – beherbergt in sich lauter Gegensätze: Verneinende und bejahende, die sich gleichermaßen
gegenüberstehen wie Kälte und Wärme, Finsternis und Licht, hart und weich, bitter und süß, schwer und leicht, eng und weit, breit und schmal, hoch und nieder, Haß und Liebe, böse und gut, falsch und wahr, Lüge und Wahrheit.
Keine Kraft kann etwas bewirken, wenn sich ihr keine Gegenkraft entgegenstellt. Ein Sein ohne ein Gegensein wäre demnach so gut wie gar kein Sein. Und so muß denn auch das vollkommenste Wesen Gottes in sich selbst die schroffsten
Gegensätze beinhalten. Ohne diese wäre es so gut wie kein Wesen. Diese Gegensätze befinden sich aber in einem ununterbrochenen Kampf miteinander, und zwar so, daß der Sieg der einen Kraft immer auch zur Stütze der besiegten
Kraft wird (GEJ. Bd. 2, 228: 3-6, 229: 3).
Wollte nun Gott aus Sich heraus Ihm ähnliche, freie Wesen erschaffen, so mußte Er sie ja auch mit eben diesen Gegensätzen versehen, die Er in Sich Selbst von
Ewigkeit her in ausgewogener Weise besitzt. Sonst hätte er nie etwas erwirken können. Die Wesen wurden also völlig nach Seinem Ebenmaß gestaltet, und es war ihnen am Ende darum auch die Fähigkeit eigen, sich selbst zu konsolidieren.
Jedem Wesen war Ruhe und Bewegung, Trägheit und Tätigkeit, Finsternis und Licht, Liebe und Zorn, Heftigkeit und Sanftmut gegeben; ein Unterschied bestand lediglich im Maß der Ausgewogenheit.
Während sich bei Gott all die Gegensätze schon von Ewigkeit her in ausgewogener Ordnung befanden, mußten sie bei den geschaffenen Wesen erst durch den freien Kampf in die rechte Ordnung gelangen. Nun entstanden
verschiedene Siege. Im einen Teil wurde die Ruhe zum überwiegenden Sieger und die Bewegung war untergeordnet. Dann siegte wieder die Bewegung und sie wurde deshalb von der nunmehr schwächeren Ruhe bekämpft. Bei vielen Wesen
haben die Gegensätze ein rechtes Maß nach der Ordnung Gottes erreicht, und ihr Sein ist dadurch ein vollkommenes geworden, weil sie sich durch ihre gegenseitige Intelligenzfähigkeit bestens unterstützen (GEJ. Bd. 2, 229: 4-7).
Gott und seine Schöpfungsidee
Jesus zu einem Pharisäer: Gott ist dem Geiste nach ewig und unendlich. Alles entsteht und besteht aus Ihm, alles ist in Ihm. Die Gedanken und Ideen denkt er im klarsten Licht Seines
Selbstbewußtseins und will, daß sie Realität werden. Und sie sind dann schon das, was sie von Anfang an sein müssen. Dazu legt Er dann noch den Keimfunken Seiner Liebe, belebt sie, daß sie dann als selbständige Wesen bestehen können,
und leitet sie dann zu einer möglichst hohen Stufe unzerstörbarer Selbständigkeit.
Weil die göttliche Liebe sie leitet und erhält, reproduzieren sich diese Wesen selbst
und können sich ins Unendliche vermehren. Alles was aus ihnen schöpferisch hervorgeht, ist dem Erzeuger wesensgleich. Die Vermehrung der göttlichen Liebe in beiden macht es möglich, daß sich diese Wesen aus der Materie mit der Zeit
ganz ins rein Geistige und damit Gottähnliche wandeln. Dennoch bleiben sie individuell und selbständig – und das für ewig.
Auf diese Weise kehren die einmal hinausgestellten Gedanken und Ideen Gottes
wieder völlig zu Gott und in Gott zurück, doch nicht mehr aIs das, aIs was sie einmal waren, sondern aIs lebendige, ihrer selbst bewußte, selbständige und selbsttätige Wesen. Sie bestehen dann aber unabhängig von Gott, wirken und
schaffen wie er. Darum habe ich auch zu Meinen Jüngern gesagt: “Werdet vollkommen, wie euer Vater im Himmel vollkommen ist” (GEJ. Bd. 6, 226: 8-10).
Die Schöpfung als materialisierte Gedanken Gottes
Jesus zum Stadtrichter: Gott ist von Ewigkeit her reiner und vollkommener Geist, der nichts anderes will, aIs daß mit der Zeit alle Seine Geschöpfe auf dem von ihm vorgesehenen Weg
wieder das werden, was Er Selbst ist. Vor ihrer Materialisierung waren jene allerdings nichts anderes aIs pure Gedanken. Diese Ideen stellte Gott dann mit der Kraft Seines Willens gewissermaßen außerhalb seiner selbst und gab ihnen eine
Form. Innerhalb dieser reifen sie dann heran und entwickeln sich über riesige Zeiträume hinweg immer höher, bis sie schließlich wieder zu gottähnlichen Geistwesen werden (GEJ. Bd. 10, 171: 8).
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