Der Schmetterling: Sinnbild für die Vergeistigung der Materie nach der Analogie: Raupe = Inkarnation, Puppe = Tod, Falter = Geistwesen

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Das Lorber-Evangelium (1840-64)

Diktat Christi an sein Schreibmedium
Jakob Lorber zwischen 1840 und 1864

 

Jakob Lorber, ein Geigenspieler und Musiklehrer aus Graz wollte am Morgen des 15. März 1840 nach Triest abreisen, um dort die Stelle eines Kapellmeisters anzutreten, als eine Stimme ihm zurief:

“Steh auf, nimm deinen Griffel und schreibe!”

Das Buch zum TextDies tat er auch unverzüglich und schrieb von diesem Tag an 24 Jahre lang fast ununterbrochen Dinge auf, die ihm eine innere Stimme diktierte.

Bei den Aufschrieben handelt es sich großteils um Gespräche Jesu mit seiner Jüngern und Freunden. Insgesamt gesehen stellt das Diktat eine esoterische Ergänzung zu den recht dünnen vier christlichen Evangelien dar. Die vollgeschiebenen Blätter wurden später von einem Verlag in Bietigheim (Deutschland) publiziert und füllen heute 25 Bände a 500 Seiten.

 

 

Die Berufung Lorbers zum Medium

Im Kapitel 16 Satz 12-13 des biblischen Johannes-Evangeliums läßt uns Jesus wissen:

“Noch vieles hätte ich euch zu sagen, doch ihr könnt es jetzt noch nicht fassen. Wenn aber der Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in alle Wahrheit einführen”. Und an anderer Stelle lesen wir: “Der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater in meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe” (Jh. 14, 26).

Nun haben sich also diese Jesu-Worte, die für die Christenheit, ja für die Menschheit als Ganzes von Bedeutung sind, zwischen 1840 und 1864 im österreichischen Graz erfüllt.

Damals nämlich lebte dort ein bescheidener Musiklehrer und Komponist namens Jakob Lorber (1800–1864). Dieser wurde am 22. Juli 1800 in der Ortschaft Kanischa in der Untersteiermark als Kind einer Winzerfamilie geboren. Schon frühzeitig fiel er durch seine große musikalische Begabung auf. Er erlernte mehrere Instrumente, wie Geige, Klavier, Orgel und Harfe. Nach dem Besuch der Dorfschule in Jahring bereitete er sich in der Stadt Marburg auf den Volksschullehrerdienst vor, den er nach Prüfungsabschluß jedoch nur kurze Zeit als Lehrergehilfe ausübte. Ein Geistlicher, der seine große spirituelle Begabung erkannte, hatte ihm geraten, Priester zu werden. Und so besuchte er denn fünf Jahre lang das Gymnasium in Marburg, wobei er auch Latein erlernte. Den Lebensunterhalt mußte er sich nebenbei selbst verdienen: durch Orgelspiel in der Kirche und durch Geigenunterricht. Als die Mittel zum weiteren Besuch des Gymnasiums nicht mehr ausreichten, fristete er fünf Jahre lang sein Leben als Hauslehrer, mit Unterricht hauptsächlich in Musik und Zeichnen. Im Jahre 1829 absolvierte er sodann einen “höheren pädagogischen Kurs für Lehrer an Hauptschulen”. Trotz bester Zeugnisse blieb ihm eine sofortige Anstellung im Lehramt versagt, weswegen er sich endgültig auf Musik festlegte.

Lorber war – so sein Zeitgenosse Karl Ritter von Leitner – nun bereits 40 Jahre alt geworden, ohne eine feste Anstellung zu haben. Da ging ihm aber aus der Stadt Triest unerwartet das Angebot zu, dort eine zweite Kapellmeisterstelle zu übernehmen. Er ging darauf ein und traf alle Vorbereitungen zur Abreise. Doch sein Leben sollte jetzt plötzlich eine ganz andere Richtung nehmen: Er hatte am 15. März 1840 um 6 Uhr morgens gerade sein Morgengebet verrichtet und war im Begriffe, sein Bett zu verlassen, da hörte er links in seiner Brust an der Stelle des Herzens, deutlich eine Stimme, die ihm zurief: “Steh’ auf, nimm deinen Griffel und schreibe!” – Er gehorchte diesem geheimnisvollen Ruf sofort, nahm die Feder zur Hand und schrieb das ihm innerlich Eingesagte Wort für Wort nieder.

Die ersten Sätze waren: 

“So spricht der Herr für jedermann, und das ist wahr und getreu und gewiß: Wer mit mir reden will, der komme zu mir, und ich werde ihm die Antwort in sein Herz legen. Jedoch die Reinen nur, deren Herz voll Demut ist, sollen den Ton meiner Stimme vernehmen. Und wer mich aller Welt vorzieht, mich liebt wie eine zarte Braut ihren Bräutigam, mit dem will ich Arm in Arm wandeln; er wird mich allezeit schauen wie ein Bruder den anderen Bruder, und wie ich ihn schaute schon von Ewigkeit her, ehe er noch war.”

Das waren die Worte von Christus , dem gesalbten König der Himmel.

Lorber lehnte nach diesem Ereignis die ihm angebotene Anstellung unverzüglich ab und diente dieser geheimnisvollen Diktaten von derselben Stunde an, 24 Jahre lang bis zu seinem Tod. Als emsiger Schreiber bezeichnete er sich in dieser Zeit selber als “Schreibknecht Gottes”. Wie nun dieses prophetische Schreiben vor sich ging, teilte Lorber selbst in einem Brief aus dem Jahre 1858 mit:

“Bezüglich des Inneren Wortes, wie man dasselbe vernimmt, kann ich, von mir selbst sprechend, nur sagen, daß ich des Herrn heiligstes Wort stets in der Gegend des Herzens wie einen höchst klaren Gedanken, licht und rein, wie ausgesprochene Worte vernehme. Niemand, sei er auch noch so nahestehend, kann etwas von irgend einer Stimme hören, für mich erklingt diese Gnadenstimme aber dennoch heller als jeder noch so laute materielle Ton. Das ist aber nun auch schon alles, was ich Ihnen aus meiner Erfahrung sagen kann.”

Lorber begann dieses Schreibgeschäft, welches von nun an die Hauptaufgabe seines Daseins blieb, täglich morgens vor dem Frühstück. Dabei saß er an einem kleinen Tischchen, im Winter knapp neben dem Ofen, und führte ganz in sich gekehrt, mäßig schnell, aber ohne je eine Pause des Nachdenkens zu machen oder je eine Stelle des Geschriebenen zu verbessern, ununterbrochen die Feder wie jemand, der von einem anderen etwas vorgesagt bekommt. Manchmal diktierte er sogar einigen seiner Freunde einzelne Passagen. Dazu setzte er sich neben den Schreibenden, sah ruhig vor sich hin und stockte nie, weder in Redefluß noch in der Satzfügung.

Aus diesen jahrelangen göttlichen Diktaten gingen sehr umfangreiche Schriften hervor, die heute gedruckt vorliegen und nicht weniger als 25 Bände zu je 200–500 Seiten umfassen. Beinahe aber wurden die umfangreichen Manuskripte dieses Propheten ein Opfer von Hausinquisitionen, die damals von der Amtskirche veranlaßt wurden. Sie mußten an einem geheimen Ort aufbewahrt werden, und es kostete viel Mühe und Geduld, bis endlich die Mittel zur Drucklegung des gesamten Werkes aufgebracht werden konnten. Darüber gingen Jahrzehnte ins Land. Auch stellten sich erhebliche Schwierigkeiten bei der Suche nach einem geeigneten Verlag ein, was bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts geradezu einer Odyssee glich. 

Die Urtexte kamen schließlich nach Süddeutschland und wurden zunächst beim Verlag Landbeck in Bietigheim sukzessive gedruckt, bis die Herausgabe an den Verleger Otto Zluhan überging. Neue Schwierigkeiten ergaben sich dann unter den Repressalien des Dritten Reiches. Zwar konnte der Verleger das auch seinem Betrieb drohende Druckverbot durch die geheime Staatspolizei noch einige Jahre abwenden. Die Offenbarungsschriften, die in Deutschland nun nicht mehr verbreitet werden konnten, wurden wenigstens noch ins Ausland geliefert. 1941 erfolgte dann aber das endgültige “Aus” für den weiteren Vertreib der Schriften. Die Verlagsräume wurden von der Polizei versiegelt, das ganze Adressenmaterial beschlagnahmt. Zluhan schrieb über diesen bitteren Lebensabschnitt:

“In Notzeiten darf man aber erleben, wie unser Himmlischer Vater die Seinen auf oft seltsamen Wegen zu führen und zu schützen vermag, so daß einem die Erfahrungen schwerer Zeiten Kraft und Zuversicht geben und man sie später nicht missen möchte ... Wie wunderbar war doch die göttliche Führung: das Böse mußte dem Guten dienen; denn die allmächtigen sieben Siegel der Gestapo beschützten die Verlagsräume vor der Beschlagnahmung durch andere Ministerien, so daß unser Schrifttum nicht, Wie jenes anderer verbotener Verlage, eingestampft wurde.”

Zwei Jahre nach Kriegsende erhielt Otto Zluhan die Erlaubnis der amerikanischen Militärregierung zur Wiederaufnahme seiner verlegerischen Tätigkeit. Seither konnte der Lorber-Verlag in Bietigheim wieder das gesamte Neuoffenbarungswerk herausgeben und der Verbreitung dieser Evangelien in alle Welt dienen. Denn auch im Ausland – in den USA, in den Niederlanden, in Frankreich, Italien, Spanien, in Australien, Brasilien, in Rußland, der Tschechei, Ungarn, Slowenien u. a. Ländern – erscheinen seit einigen Jahren Lorberwerke in Übersetzungen.

Quelle: RITTER von Leitner, K.-G. (o.J.): Jakob Lorber, der Schreibknecht Gottes. - Lorber-Verlag Bietigheim, 64 S.

 

Warum das Buch “Der Geist des Universums”?

Die umfangreichen Offenbarungen Gottes an den Mystiker Jakob Lorber wurden als Gesamtwerk vom “Lorber-Verlag” in Bietigheim-Bissingen veröffentlicht. Jakob Lorber schrieb die göttlichen Eingaben in einem Stil nieder, der sowohl seiner eigenen Ausdrucksweise wie auch dem gängigen Deutsch der damaligen Zeit (Mitte des 19. Jahrhunderts) entsprach. Die Sätze sind zum größten Teil sehr lang, stark verschachtelt und aus diesem Grunde auch schwer zu lesen.

BRIEMLE 398025694402

Ein Beispiel:

”Wenn aber also, wie das ein jeder Mensch aus der Erfahrung allzeit ersehen und wohl erkennen kann, so ist es ja klar, daß der endlose Raum und alles in ihm ein Leben und eine allerhöchste Intelligenz ist, von der die Menschenseele nur darum kein erschauliches Innewerden hat, damit sie mittels ihrer abgesonderten Intelligenz, die von höchst großem Umfange ist, ihre bleibende Lebensselbständigkeit sich erschaffen kann, was aber keine Pflanzen und Tierseele vermag und darum für sich keine gesonderte, sondern nur eine mengbare und sonach bis zur Menschenseele hin eine unzählig oftmalige Veränderungsexistenz hat, von der ihr auch keine Erinnerung zurückbleibt, weil sie nach jeder Mengung und Wesensänderung auch in eine andere Intelligenzsphäre übergeht. Selbst die Seele des Menschen als die höchst potenzierte Zusammenlegung von Mineral-, Pflanzen- und Tierseelen, hat für ihre Präexistenz keine Rückerinnerung, weil die speziellen Seelenteile in den drei obbenannten Reichen keine eigene und streng gesonderte, sondern für ihre Art nur aus dem allgemeinen Gottraumleben gewisserart entliehene Intelligenz besaßen.” (GEJ. Bd. 8, 29: 10-11)

In Kenntnis des Gesamtzusammenhangs bedeutet dieser Abschnitt im Klartext folgendes:

Der endlose Weltraum und alles in ihm besteht aus Leben und höchster Intelligenz. Das kann sich der Mensch aber nicht vorstellen. Dies liegt daran, weil seine Seele eine individuelle Intelligenz besitzt, mit der sie sich eine mir (Gott) ähnliche Selbständigkeit und Erkenntnisfähigkeit gestalten kann. Dies wiederum ist einer Pflanzen- oder Tierseele nicht möglich, da diese noch keinen individuellen Charakter hat. Sie veränderte sich in ihrer Höherentwicklung unzählige Male, erinnert sich an einzelne Existenzen aber nicht mehr, weil sie nach jeder Vermischung und Wesensänderung in eine andere Intelligenzsphäre überging. Letztgenanntes gilt grundsätzlich auch für das Bewußtsein des Menschen. (GEJ. Bd. 8, 29: 10-11)

Um die wertvolle Botschaft Jesu auch solchen Menschen zu erschließen, die weder die nötige lektorale Eignung noch die erforderliche Geduld besitzen, um sich in solch schwierige Texte hineinzuvertiefen, stelle ich Teile aus dem Gesamtwerk hiermit ”übersetzt” in dem Buch “Der Geist des Universums” zur Verfügung. Das heißt, innerhalb der einzelnen Kapitel habe ich sich wiederholende Passagen wie auch schmückendes Beiwerk weggelassen und mir nur auf die eigentliche religiös-esoterische Botschaft beschränkt. Auch wurden die in aller Regel überaus langen Sätze zum besseren Verstehen aufgeteilt. Damit habe ich die eigentliche religiöse Heilsbotschaft des Evangeliums aus dem schwer zugänglichen Riesenwerk herausgefiltert. Der Text wurde also auf das Wesentliche reduziert und in gut verständliches, zeitgemäßes Deutsch gesetzt. Oberstes Gebot war für mich dabei die Orientierung am Geist der göttlichen Botschaft und nicht am Buchstaben, was für jeden Exegeten eigentlich selbstverständlich sein sollte. Gott selbst warnt in diesem Zusammenhang an vielen Stellen immer wieder davor, seine Lehren mit dem rationalen Verstand zu analysieren, anstatt sie mit dem kindlichen Herzen aufzunehmen. – Ein Beispiel:

"... aber vor den Buchstabenfressern des Gesetzes werde ich das Tor zum Leben so eng wie ein Nadelöhr machen!" (Jakobus-Evangelium 173: 20).

 

Zitate aus dem Lorber-Evangelium:

Copyright Interpretation © 2000 by Dr. Gottfried Briemle, D-88 326 Aulendorf
Copyright Urtext © 1985 by Lorber-Verlag D-74 321 Bietigheim-Bissingen

 

Das originale Werk kann bezogen werden bei:


Lorber-Verlag
Hindenburg-Str. 5
D-74 321 Bietigheim-Bissingen
Fon: 07142-94 08 43
Fax: 07142-94 08 44
Siehe auch die Internet-Seite:
Lorber-Gesellschaft


      Abkürzung der Zitate:

       

Der Schmetterling: Sinnbild für die Vergeistigung der Materie nach der Analogie: Raupe = Inkarnation, Puppe = Tod, Falter = Geistwesen

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