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Entnommen aus dem Buch:
BRIEMLE, G, (1997): Wer Ohren hat, der höre. - Esoterisch-christliche Wege zum Seelenheil. - Theophanica-Verlag, Aulendorf, 350 S.; Vertrieb: Esoterischer Verlag P. Hartmann, D-68 642 Bürstadt. ISBN: 3-9802569-2-8.
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Absolutheit: die allumfassende, unbedingte, unerkennbare Gottheit. “Urgrund” nach Meister Ekkehart, “Brahman” oder “Parabrahm” nach den hinduistischen Veden.
Adept (lateinisch): in der theosophischen Literatur die Bezeichnung für “Meister der Weisheit”, seelisch Vollkommener oder auch spiritueller Übermensch.
Agnostiker: ein von Julian Huxley geprägtes Wort für jemand, der nur an das glaubt, was durch die fünf Sinne nachvollzogen werden kann (Atheist, Gottesleugner).
Ägyptisches Totenbuch: eine uralte Schilderung des Lebens nach dem Tod; bezieht sich auch auf Einweihungserlebnisse eines lebenden Adepten.
Alchemie: Geheimkunst von der Stoffumwandlung. Im spätantiken Ägypten entstanden und
über Griechen, Araber und Juden ins mittelalterliche Europa gebracht. Als Vorläufer der Chemie: Destillationskunst zur Läuterung der Substanzen, Heilmittelbereitung, Gewinnung
von Weingeist (spiritus vini) und Mineralsäuren. Im mystischen Sinne erstrebte die A. die Herausläuterung des Göttlichen aus dem Menschen. Übergang vom mythischen Weltbild
der Antike zur heutigen Erforschung der Stoffe. Das Wesen der Erde und des Menschen (= Mikrokosmos) wurde als Abbild und Analogie des Weltganzen (= Makrokosmos) empfunden
und in Symbolen ausgedrückt. Die angebliche Goldmacherei kennzeichnete den Niedergang der Alchemie.
Allegorie: künstlerische Versinnbildlichung eines Begriffs, z.B. Darstellung des Alters als Greis.
Altruismus (lat.): Selbstlosigkeit, Uneigennützigkeit, die Bereitschaft, allen Wesen ohne Unterschied zu helfen.
Angst: von “angustus” = Enge des Bewußtseins. Angst ist Mangel an Wissen oder
Erkenntnis. Wenn man seinen Geist ausdehnt, d.h. dazulernt, vergeht die Angst zwangsläufig.
Animismus (lat.): 1. Lehre von den verborgenen Seelenkräften. 2. Lehre von der Allbeseelung der Natur
Anthroposophie (griechisch): “Menschenweisheit”, Titel der von Rudolf Steiner verbreiteten mystischokkulten Lehren, die (unvollständig) aus der UrTheosophie hervorgingen.
Äon (gr.): die altgriechische Bezeichnung für einen unfaßbar langen Zeitraum (nicht Ewigkeit!).
apokryph: unsicheren Ursprungs; Evangelien, die aus der Sicht der Amtskirche dubioser
Herkunft sind (z.B. Offenbarungen Gottes an Mystiker oder medial veranlagte Menschen) und somit nicht in die Bibel aufgenommen wurden
Archetypen (gr.): UrTypen, kollktiver Charakter des seelischen Bewußtseins. Platon nennt
sie die “Urbilder im Göttlichen Geist”, was für alle Geschöpfe gilt. Ein menschlicher Archetypus ist sein ewiger Gottesfunke (Monade), deren göttliche Vollkommenheit der
Mensch durch viele Verkörperungen aus dem Unbewußten zum vollen Bewußtsein erwecken muß.
astral (lat.): der Sternenwelt zugehörig. In der Theosophie: zum Gefühlsbereich gehörig.
Astralkörper: Träger unserer Empfindungen und Begierden, der telepathischen Phänomene und unseres Traumlebens. Äther- und Astralkörper haben die Form des Leibes. Da der
feinstoffliche Astralkörper das Licht nicht reflektiert, bleibt er für unsere Augen unsichtbar. Bei genügender Verdichtung kann er von hellsichtigen Menschen als Geist gesehen werden
(daher der weltweite Geister- und Gespensterglaube). Der Astralleib verbindet sich erst im Alter von sieben Jahren völlig mit dem Körper, so daß erst dann Erinnerungen an die Vorexistenz verblassen.(PASSIAN,R. 1985: 15f.)
Astralwelt (lat.): die Bewußtseinsebene, in welche der Mensch nach dem leiblichen Tod als erste Station seines Jenseitslebens eingeht, um vor dem Aufenthalt im Devachan geläutert zu werden. (s. “Fegefeuer”)
Astrologie: Lehre von den Urprinzipien der Gestirne (nicht die Lehre von Sternen!) als Abbildungssystem der Wirklichkeit. Sie untersucht die Beziehung zwischen
Gestirnskonstellation, Charakterveranlagung und Schicksal des Menschen.(SCHULT,A. 1986: 35) Im Gegensatz zur Astronomie haben die Gestirne reinen Symbolcharakter.
Astronomie: entstand aus der Astrologie und und untersucht mit physikalischen Methoden die Gestirne und den Kosmos.
Astrosophie, Kosmosophie: Sternenweisheit, philosophischer Hintergrund der esoterischen
Astrologie. Kosmische Signaturlehre. Eine im kosmischen Gesetz verankerte Sitten- und Gottlehre der alten Kulturen Ägyptens, Sumer-Babylons, Chinas und Indiens. Eine Ehrfurcht
gebietende, geistig orientierte Sternen- und Sonnenreligion.(SCHULT,A. 1986: 71)
Atlantis (gr.): der im Atlantischen Ozean gelegene Kontinent und Wohnplatz der
sogenannten “4. Wurzelrasse unserer Menschheit”. A. ging infolge schwarzer Magie vor ca. 800.000 Jahren unter. Sein letzter Rest (Poseidonis) versank (nach Platon) vor 8000 Jahren.
Atom: in der seit den alten Griechen bestehenden Philosophie, die Atomismus genannt wird, ist das Atom die ewige, unwandelbare, unzerstörbare und homogene letzte Einheit der
Materie. In der Chemie ist es die kleinste Einheit eines Elements, die an einer chemischen Reaktion beteiligt sein kann. In der modernen Physik ist es eine komplexe Aktivitätsstruktur
mit einem Kern in der Mitte und um diesen herum den Elektronen auf verschiedenen Energieniveaus.
Atomismus: Lehre, daß alle Dinge aus letzten, unteilbaren und bewegungsfähigen
Materieeinheiten bestehen. Diese letzten Teilchen sind die Grundlage alles Materiellen. In der modernen Form dieser Philosophie wurden die Atome als “Grundbausteine” der Materie von den subatomaren Teilchen abgelöst.
Auferstehung des Fleisches: darunter sind die im Erdenleben vollbrachten guten Werke der wahren Nächstenliebe zu verstehen. Diese werden dann zum “Fleisch” der Seele im
Jenseits. Sie auferstehen mit ihr an ihrem Jüngsten Tag (am Ende der Inkarnationen) in der Geisterwelt in Form ihres ätherischen Leibes.(Gr. Ev.Bd. 5, 238)
Aura (lat.): die einem Hellseher sichtbare Ausstrahlung des Menschen. Die über den Körper hinausragenden Teile des Äther, Astral, Mental und Kausalkörpers. Je höher entwickelt eine
Menschenseele ist, desto umfangreicher und schöner ist seine Aura.
Blasphemie: Gotteslästerung
C
hakras: geistige Energiezentren im Menschen. Über die 9 Chakras (Scheitel-Chakra, Geistiges Auge, Nacken-, Hals-, Herz-, Milz-Chakra, Sonnengeflecht, Sexual- und Wurzel
-Chakra) nimmt der Mensch die ätherische Energie auf, die er zu seiner Erhaltung braucht. Durch rechte Disziplin und geeignete Meditationsübungen kann der Mystiker seine Chakras
für kosmische Informationen öffnen. Ein Hellsichtiger nimmt die Chakras wie kreisende Scheiben wahr.(DASKALOS, 1992)
Chiromantie (gr.): Handlesekunst; die Fähigkeit, Charakter und Zukunft eines Menschen aus
dessen Handlinien zu lesen.
Christus: 1. Inkarnation Gottes auf Erden, der durch die Taufe im Jordan von Jesus zu Christus wurde. Laut medialer Auskunft eines hochstehenden Geistes der Wahrheit an den
Spiritisten JOHANNES GREBER (1874-1944) ist Christus der als erster geschaffene Sohn Gottes. Der zweite Sohn Gottes ist Luzifer (Lichtträger). 2. Aus theosophischer Sicht i.e.S.
ein Initiierter des “7. Grades und der Weltlehrer unserer 5. Wurzelrasse”. Er gründete außer den anderen Religionen seiner Amtszeit, durch seinen Schüler Jesus das Christentum. Die
Buddhisten verehren ihn als den kommenden Buddha, den “Lord Maitreya”.
Determinismus (lat.): philosophische Lehre von der Vorherbestimmung aller Ereignisse,
wonach keine Willensfreiheit beim Menschen existiert.
Dualismus: philosophische Lehre, wonach Geist und Materie unabhängig voneinander existieren und eines nicht auf das andere zurückgeführt werden kann (s. auch Materialismus).
Einheit mit Gott: Aufgehen alles Seelischen in Gott (Unio mystica). In der (göttlichen)
Einheit hört alle Sehnsucht, alles Wollen und Streben, alle Bewegung auf. Altes Paradoxon, wonach man nur im “Nichts” (indisch: Nirvana) die Erlösung finden kann.(DETHLEFSEN,T. 1992: 11)
Energie: Fähigkeit oder Kraft, eine Wirkung hervorzubringen. In der Physik ist E. die Eigenschaft eines Systems, die das Maß seiner Fähigkeit, Arbeit zu verrichten, angibt.
Energie kann potentiell oder kinetisch sein, und sie nimmt die verschiedensten Formen an: elektrische, thermische, chemische E., Kernenergie, Strahlungsenergie, mechanische E. und geistige E.
Entelechie: Gottesfunke unseres Geistes.(SCHULT,A. 1986) In der aristotelischen Philosophie das Lebensprinzip, gleichgesetzt mit der Seele (oder Psyche im altgriechischen
Sinn des Wortes). Die E. ist sowohl die formative als auch die finale oder ZweckUrsache eines lebendigen Organismus: Allem Lebendigen wohnt ein Lebenszweck inne. Gottesstrahl
, der bestrebt ist, sich durch Inkarnationen vom Unbewußten zur Bewußten zu entwickeln.
Entwicklung: Fähigkeit, alle noch so kleinen Erkenntnisse sofort in die Wirklichkeit
umsetzen. Ständig sein eigenes Leben ändern, immer anders werden, immer neu sein.
Epiphanie: Strahlenaura Gottes. Gottes weißes Licht spaltet sich in die 7 Farbendes Regenbogens auf.(SCHULT,A. 1986)
Epos (gr.): “Wort”; aus Totenklagen und Heldenliedern entstandene Dichtungen, die mythische Gestalten und Helden im Bewußtsein des Volkes festhielten. Aus mehreren
Heroen-Liedern entstand das Volksepos (z.B. Ilias, Odyssee, Nibelungensage). Später dann abgelöst durch den Roman.
Erbsünde: abtrünniger Seelenzustand, der zur individuellen Erkenntnis und damit zur
(irdischen) Polarität geführt hat; Gegensatz: Einheit mit Gott.
Esoterik, esoterisch: von griechisch “esotericos”, innen, innerlich, verborgen. (Gegensatz:
Exoterik, griech. “exotericos”, öffentlich, allgemein zugänglich). Lehre von den schwer begreifbaren, göttlichen Wahrheiten. Ein nach innen gerichtetes Wissen, welches das
enthält, worauf es im Leben wirklich ankommt. Esoterik ist keine herkömmliche, sogenannte “objektive” Wissenschaft, sondern dient der Vermittlung subjektiver Erfahrungen.
Diese sind nicht meßbar und die Erlebnisse können nicht ohne weiteres auf andere Menschen übertragen oder allgemein nachvollziehbar gemacht werden.(LEUENBERGER,H
-D. 1989: 17) Als esoterisch gilt z.B. der allen Religionen gemeinsame Wesenskern, der meist durch verweltlichte Gottesdienstformen und Glaubenssätze verschüttet wurde.(PASSIAN,R. 1985) (LEUENBERGER,H-D. 1989: 22)
Essäer, Essener: Gemeinschaft jüdischer Mystiker am Toten Meer. Sie existierte schon sehr lange vor Jesus, waren Vegetarier und pflegten buddhistische Ideale.
Evolution (lat.): Entwicklung, Entfaltung. “Evolution” wird oft für die körperliche und “Entwicklung” für die geistige Entfaltung benutzt. Entfaltung des Geistes in der stofflichen Welt.(SCHULT,A. 1986: 66)
Exoterik, exoterisch: von griechisch “exotericos”, öffentlich, allgemein zugänglich. Aussagen zu allgemein verständlichen, weltlichen Dingen; Volkstümliches, Öffentliches. Gegensatz:
Esoterik (von griech. “esotericos”, innen, innerlich, verborgen.
Fatum (lat.), Kismet: Im Islam das unabänderlich vorherbestimmte Geschick (Schicksal)
Fegefeuer: auch Läuterungszustand oder Purgatorium genannt ist die jenseitige Übergangszeit des Ausreifens und Ausleidens irdischer Fehler und Vergehen. Diesem Zustand der seelischen Klärung, Läuterung und Erneuerung kann sich kein Wesen
entziehen. (s. auch Devachan)(SCHMIDT,K.O. 1973: 162)
Freimaurer: Angehörige der Freimaurer-Bruderschaft, die als der letzte echter Mysterienbund Euopas aus den mittelalterlichen Dombauhütten entstand (daher der Name
“Maurer”). Im Jahre 1717 wurden in London, 1737 dann in Deutschand die ersten Bünde als “F.-Logen” bildete. Sie vereinigt ohne Ansehen der Religion, Rasse, des Standes und der
Staatszugehörigkeit Männer, die sich “Brüder” nennen. Diese streben durch ehrwürdige, rituelle Handlungen eine geistge Vertiefung, sittliche Veredelung und die Pflege echter
Menschlichkeit an. Die Gliederung erfolgt in Logen und Großlogen, letztere innerhalb der staatlichen Grenzen. Gesamtmitgliederzahl ca. 5,5 Mio., davon in den USA allein ca. 4 Mio.
Obwohl die Freimaurerei keine geheime Verbindung ist, wurde sie im nationalsozialistischen Deutschland unter Adolf Hitler, wie im Übrigen auch die Astrologie, verboten.
Furien (lat.): Rachegöttinen. Das gleiche wie die griechischen Erinnyen, die mit Flügeln, Schlangenhaar und Fackeln ausgestattet sind.
G
edächtnis: Fähigkeit des Erinnerns und Wiedererkennens. Für das mechanistische Denken beruht das Gedächtnis von Mensch und Tier auf materiellen Erinnerungsspuren im
Nervensystem. Die Hypothese der Formenbildungsursachen sagt demgegenüber, daß das Gedächtnis, und zwar sowohl mit seinen bewußten als auch mit seinen unbewußten Inhalten, auf “morphische Resonanz” zurückzuführen ist.
Gedankenformen: durch Denkkraft erschaffene Astral und Mentalgebilde.
Geist: z.E. unpersönliches Prinzip (Geist der Wahrheit, eines musischen Werkes, einer
Zeitepoche), z.A. aber auch individueller ich-bewußter Geist im Sinne einer Wesenheit wie der Mensch. Der Mensch gehört zur Ordnung des Geistes und der Geister.(PASSIAN,R.
1985: 11) Laut hermetischer Philosophie ist Geist gleichbedeutend mit “Leben”. Geist ist im Gegensatz zum Seelenbewußtsein unpersönlich und anonym. Das materialistische Denken
führt den Geist auf das physikalische Geschehen im Gehirn zurück. Die Tiefenpsychologie zeigt auf, daß der “bewußte” Geist mit einer viel tieferen und breiteren mentalen Ebene, dem
“Unbewußten”, verbunden ist. Nach Jungs Auffassung gibt es nicht nur ein individuelles, sondern auch ein kollektives Unbewußtes.
Gelehrter: nach Definition der östlichen Theosophie ist ein Gelehrter imstande, das
Wirkliche vom Unwirklichen zu unterscheiden. Er besitzt also esoterische Erkenntnisfähigkeit. Nur jener der Lehrer, der seinen Auftrag von Gott empfangen hat, kann
andere richtig unterweisen und ist ein “Gelehrter”.(RAMAKRISCHNA (1836-1886)
Giordano Bruno: Italienischer Renaissance-Philosoph (1548-1600). Erweiterte die Lehre des
Kopernikus vom heliozentrischen Weltsystem und lehrte die Unendlichkeit und Einheit des beseelten Universums. Wurde als Ketzer verbrannt.
Glaube: Glauben heißt, etwas grundsätzlich für möglich halten. Auch für völlig Ungewohntes
oder Unübliches aufgeschlossen oder empfänglich sein. Echter Glaube ist die Daseinserfahrung durch überlogisches, intuitives Erfassen göttlicher Wirklichkeit.
Glaubenschaft: hier erstmalig vorgestellter gleichrangiger, aber polarer Begriff zu Wissenschaft, welche “Wissen schafft”. Glaubenschaft schafft oder erzeugt “Glauben” durch die Beschäftigung mit Esoterik, Metaphysik, Mystik und Religion.
Glück: zu wissen, daß man andere glücklich macht, das ist Glück.(BERGER,K. 1995: 116)
Gnade: stammt von dem altdeutschen Wort “Genahde” ab, das soviel heißt wie sich neigen,
herablassen, sich nahend. In religiösem Sinn: 1. Gott naht sich dem Menschen.(PASSIAN,R. 1985: 109) 2. Religiöse Erkenntnis auf dem Weg zu Gott. Je höher die Erkenntnis, desto verantwortlicher handelt man.(PASSIAN,R. 1985: 114)
Gnom: Erd-Naturgeist, der den Engeln der Erde untersteht.
Gnostik: von griechisch “Gnosis” = Erkenntnis. Gnostiker sind Erkennende, Auserlesene. Theosophische Geistesrichtung, die aufgrund mystischer Erleuchtung zu Gottkenntnis und
zur Erlösung führt. Metaphysischer (kosmischer und antropologischer) Dualismus, wonach die materielle Welt vom Übel, die geistige, unsichtbare aber erstrebenswert ist. Der Geist
stammt aus einer jenseitigen Welt und lebt im leiblichen Körper in Sehnsucht nach seiner Erlösung. Diese erfolgt durch Erkenntnis (Gnosis).
Gnostiker (gr.): Anhänger der Gnosis, einer im Urchristentum gelehrten Form der “Göttlichen
Weisheit”. Nachfolger der jüdischen Essäer. Vertreter: Valentinus, Basilides und Simon Magus. Die G. wurden 500 n. Chr. als Häretiker aus der Kirche verbannt. Damit verschwand auch das Reinkarnations und Karmawissen im Christentum.
Gott, Logos: der Urgrund alles Seins. Allumfassende Einheit, außerhalb derer nichts stehen kann. Einheit, welche alle Polarität ungeschieden in sich vereinigt, auch Gut und Böse. Gott
ist Urlicht, und Licht ist nichts anderes als Bewegung. Das Stoffliche Gottes ist das Urlicht, ein Licht, das durch die Bewegung des Urlebens erzeugt wird. Alles Leben äußert sich
durch Bewegung; ohne diese tritt Stillstand ein, in dem keine Schaffungs- oder Bildungsfähigkeit mehr liegt.(EMANUEL (1890-1897: 31) Alle Dinge sind Teile Gottes. Gott
aber ist das Ganze. Wie Gott keinen Anfang und kein Ende kennt, so kennt auch die Ewigkeit keinen Anfang und kein Ende.(SCHULT,A. 1986: (150) Gott ist das Leben
innerhalb des Universums.(YOTT,D. 1994) Jeder Mensch enthält einen Gottesfunken und wird damit zum “Mikrologos”.(BE, 31) (SCHULT,A. 1986) (DETHLEFSEN,T. 1992: 67)
Götter, Götter (als Mehrzahl des einen Gottes) sind personifizierte Naturkräfte oder personifizierte kosmische Energien wie etwa Planetenkräfte.(LEUENBERGER,H-D. 1989: 56)
Gottesfunke: ein am Urbeginn der Welt ausgesandter Gottesstrahl, der das Universum und alle Materie durchdringt. Er wird bei Leibniz und Goethe Monade genannt.
Gral (der): Wundertätige Schale, in der Joseph von Arimathia Jesu Blut auffing; von sogenannten Gralsrittern auf dem Berg Montsalvat bewahrt. Die Gralssage wurde von W. v. Eschenbach und Richard Wagner behandelt.
Gruppenseele: Gemeinsame Seele von Pflanzen oder Tieren. Sie stellt die Zusammenfassung aller evolutiven Erfahrungen der Lebewesen in den unteren Naturreichen
dar. Je höher die Tierart entwickelt ist, umso weniger Individuen besitzen eine Gruppenseele, bis nur noch ein Tier in einer G. ist, und die Menschwerdung erfolgen kann.
H
eilige: Heilige sind “Gottmenschen”. Sie leben in höheren Himmelhierarchien, sind aber zugleich darauf bedacht, ihre Glückseligkeit mit inkarnierten Geistwesen teilen. Sie
verzichten auf das Paradies, inkarnieren um die frohe Gottesbotschaft der sich emporrringenden Menschheit zu verkünden und ihr den Weg zu zeigen, der zu Gott führt.(RAMAKRISCHNA (1836-1886).
Heiliger Geister: jeder von uns war vor dem seinerzeitigen Sündenfall (Engelsturz, sog. Erbsünde) im Himmel ein Heiliger Geist. Es gibt nicht den heiligen Geist als eine 3. Person Gottes (neben Gottvater und Christus).
Heilung: Heilung ist, wie auch Krankheit, von ihrem Wesen her ein schicksalhaftes Ereignis das wir nicht eigenmächtig erzwingen können. Nur wenn es dem Kranken bestimmt ist,
wieder gesund zu werden, und wenn die entscheidenden Faktoren: Zeitpunkt, seelische Verfassung, Heiler und Medizin in idealer Weise zusammenwirken, kann Heilung geschehen.(BLOME,G. 1992)
Hermes (gr.), Merkur (lat.): mythologisch ein jugendlicher “Gott” als “Bote der Götter” genannt. Er wird fälschlicherweise mit dem ägyptischen “Thot” oder “Hermes Trismegistos” gleichgesetzt.
Hermes Trismegistos, Thot: altägyptischer Adept, der als großer Gott der Weisheit verehrt wurde.
hermetisch: verborgen, unsichtbar
Heroen (gr.): Halbgötter, heldenhafte Menschen. Einzahl: Heros.
Höherer Okkultismus: spirituelle Seite der Theosophie. Seine Schüler wenden die, von den Adepten erlernten übersinnlichen Fähigkeiten nur zum Segen der Welt an.
Holismus: Die Lehre, daß das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile (vgl. Reduktionismus).
Hölle: die polar-entgegengesetzte Bewußtseinsebene zum Himmel.(SCHMIDT,K.O. 1973:
164) Das Wort kommt von “Hel”, der Göttin des Totenreichs, und meint ursprünglich nicht nur das den Sinnen “Verhehlte”, Verhüllte, Verborgene und (für die Bösen) Unheimliche,
sondern auch (für die Guten) das heimlich-Heimelige und Bergende. Analog zu den Höhlen als Behausung der Menschen als Orte des Schutzes und der Geborgenheit.
I
ndeterminismus (lat.): philosophische Lehre, die jeden Einfluß äußerer Ursachen auf die freie Willensentscheidung des Menschen verneint.
Individualisierung (lat.): Geburt des “Höheren Selbst” mit Beendigung des tierischen
Gruppenseelen-Daseins. Menschwerdung eines hochentwickelten (Haus-) Tieres.
Induktion (lat.): philosophische Lehre, wonach alles Allgemeingültig vom Einzelnen
abgeleitet werden kann. Theosophie und idealistische Philosophien bekennen sich zur Deduktion.
Initiation: Einweihung im Sinne von geistigem Neuanfang bzw. Zuwachs von Erkenntnis.(LEUENBERGER,H-D. 1989)
Inspiration (lat.): Anregung, höhere Eingebung. Mediales und bildhaftes ‘Erfühlen’ spiritueller und jenseitiger Wahrheiten. Sie ist eine Stufe höher als die Intuition. Die Inspiration gehört
der geistig-spirituellen Welt an, die Intuition aber der geistig-intellektuellen.(HÜRLIMANN,G. 1993) Im theosophischen Sinne bedeutet Inspiration, daß höhere Engel- oder Menschenwesen mystisch tätigen Menschen neue geniale Ideen vermitteln.
Interaktionismus: Eine Form des Dualismus, gemäß der es Wechselwirkungen zwischen Geist und Materie geben kann: Mentale Ereignisse können Ursache für physikalische Ereignisse werden und umgekehrt.
Intuition: Eingebung, ahnendes Erfassen als eine höhere Stufe des Intellekts. Blitzartige Erkenntnis aufgrund ernsthaft verarbeiteter Sachverhalte. Die Intuition gehört im Gegensatz
zur Inspiration der geistig-intellektuellen Welt an.(HÜRLIMANN,G. 1993) Es sind Gefühle und Gedanken, die zu einer bestimmten Erkenntnis, Einstellung oder Handlung führen. Je
häufiger man Intuitionen beachtet, umso deutlicher wird sie vernehmbar, desto präzisere Hinweise gibt sie.
Involution (lat.): Einwickeln, Einhüllen; z.B. beim “Abstieg” der Gottesfunken in eine neue
Inkarnation bedeutet die Involution die Verwicklung der Seele in die Versuchungen der satanisch-materiellen Welt. An einem gewissen Punkt (z.B. in Lebensmitte) wendet sich der Lauf, und die Evolution (Entwicklung) beginnt.
Isis (ägypt.): der weibliche Aspekt (Gemahlin) des Sonnengottes Osiris in Altägypten, auch Himmelskönigin genannt. Die zweite Person der ägypt. Dreieinigkeit und Mutter des Horus.
Esoterisch: die damalige Personifikation des weiblichen Gottesaspektes.
Islam: Die vom Propheten Mohammed für die arabische Welt gegründete jüngste der Weltreligionen.
Jamblichus: großer Lehrer aus der “Neuplatonischen Schule”. Er wirkte stark durch Theurgie
, eine weißmagische Methode des Umgangs mit hohen Engeln.
Jüngster Tag: Ende des Rades von Inkarnationen. “Wenn du den Leib verlassen und in das
Reich der Geister eintreten wirst, dann wird das dein Jüngster Tag sein, und Ich werde dich aus dem Gericht der Materie erlösen. Dies ist das Erwecken am ‘Jüngsten Tage’“ (Himmlischer Vater: Gr. Ev. Johannes Bd. 8,187).
kanonisch (lat.): jene Bücher und Evangelien des Neuen Testamentes, die als inspiriert gelten und deshalb in die Bibel aufgenommen wurden. Gegensatz: apokryphisch.
Karma: (Sanskrit) von “kri” abgeleitet, was “tun” der “handeln” bedeutet. Siehe auch lateinisch: “creare” = hervorbringen. Danach bedeutet K. “Handlung”, “Tat” oder ”Werk”.
(LEUENBERGER,H-D. 1989) K. meint den Zusammenhang zwischen Taten der Vergangenheit und dem aktuellen Schicksalsverlauf und zwar als Frucht oder Folge des Tuns (oder Unterlassens). Wird Karma negativ empfunden, so ist es gleichbedeutend mit
“Bringschuld” aus dem vergangenen Leben.
Kausalkörper: der höhere Mentalkörper und Träger des unsterblichen menschlichen Bewußtseins. Er hat 3 Funktionen: 1. Sitz des Höheren Selbstes (Seele), 2. Träger des
abstrakten Denkvermögens, 3. Speicherort für alle Handlungen und Werke im Laufe der Inkarnationen, die dann über das Karma das spätere Schicksal bestimmen. Hellsichtige
Menschen erkennen an Umfang und Farben des Kausalkörpers die Entwicklungsstufe einer Menschenseele.
Kausalwelt: beständige Heimat und Wohnort aller menschlicher Seelen, ob sie sich gerade
in einer Verkörperung befinden oder nicht. Auch “Höherer Himmel” oder Devachan genannt. Das der Astralwelt folgende Seelenleben im Jenseits dauert nach irdischer Zeitmessung
jahrhundertelang und ist einem seligen Ausruhen und der Verarbeitung der irdischen Erfahrungen gewidmet. Die Seele bereitet sich von dort aus auf ihre nächste Inkarnation vor.
Kontemplation (lat.): höhere Stufe der Meditation: die vollständige, andachtsvolle Versenkung in einen göttlichen Gegenstand.
Konzil zu Konstantinopel: 500 n. Chr. wurde durch Mehrheitsbeschluß das Reinkarnation
und Karmawissen aus der Kirchenlehre entfernt und der Kirchenbann auf deren Vertreter (Gnostiker) ausgesprochen.
Kosmologie (gr.): Lehre vom Aufbau und der geregelten Ordnung im Kosmos (Universum).
Teil der Metaphysik, der Naturphilosophie und Astrosophie.
Kosmosophie, Astrosophie: philosophischer Hintergrund der esoterischen Astrologie. Eine
im kosmischen Gesetz verankerte Sittenlehre der alten Kulturen Ägyptens, Sumer-Babylons, Chinas und Indiens. Eine Ehrfurcht gebietende, geistig orientierte Sternen- und Sonnenreligion.(SCHULT,A. 1986: 71)
Krankheit: es gibt im esoterischen Sinne keine Krankheiten, sondern nur kranke Menschen! Krankheit ist weder Grausamkeit noch Strafe, sondern stellt nur ein Korrektiv dar. Ein
Werkzeug, dessen sich unsere Seele bedient, um uns auf unsere Fehler hinzuweisen, um uns vor größeren Irrtümern zurückzuhalten; um uns daran zu hindern, mehr seelischen
Schaden (Rückentwicklung) anzurichten. Die K. hat das Ziel, uns auf den Weg der Wahrheit und des Lichts zurückzubringen, von dem wir nie hätten abkommen sollen.(Edward Bach, zit. in SCHEFFER,M. 1994)
Kundalini (das): die feurige Schöpferkraft in Sonne, Planeten und Wesen, auch Schlangenfeuer genannt. “Schlafend” ist sie das sanft-belebende “Nervenfluid”. In einem
hochstrebenden Menschen “erweckt”, öffnet es die Chakras zu Erlangung höherokkulter Fähigkeiten.
L
eben: Leben besteht aus Rhythmus. Rhythmus besteht immer aus zwei Polen und hat demnach stets “Sowohl-als-auch”-, niemals “Entweder-Oder”-Chrakter.
Leib des Mikrokosmos: ein myriadenfach verschlungenes Sternengespinst, dessen Atom-
und Elektronenfäden durch das, was wir Seele nennen, zu einem lebendigen Ganzen vereinigt werden. Wie die Atome unseres Körpers nichts von dem Geistwillen wissen, der
ihre Bahnen bestimmt, so ahnen analog auch die Milchstraßen und Sterneninseln des Kosmos nichts von dem Allwillen, der ihre Wege ordnet.(SCHMIDT,K.O. 1936)
Logos: Synonym für Gott, Einheit, Weltenschöpfer
Luzifer: (lat.) Lichtträger. Finsternis oder Dunkelheit ist nach dem Polaritätsgesetz der Träger (Dünger) des Lichts. Nach medialer Aussage eines hohen Geistes der Wahrheit an
den Spiritisten JOHANNES GREBER (1874-1944) ist L. nach Christus der zweite Sohn Gottes. Luzifer (Satan, Teufel) verschwindet zwangsläufig, wenn einmal die irdische Polarität
aufgehoben sein wird. Analogie: Wenn Licht und Dunkelheit zusammentreffen, dann siegt immer das Licht
M
agie (gr.): gegliedert in die sogenannte “weiße” und die “schwarze” Magie. Erstere (auch “Theurgie” genannt, wird im höheren Okkultismus verwendet, als Anrufung hoher Engel, dem
Magier zu segensreichen Vorhaben Beistand zu leisten. Letztere jedoch bedient sich gewaltsam der Hilfe niederer Naturgeister zu egoistischen, menschenschädlichen Zwecken.
Magie ist mit dem Wort “machen” verwandt. Dies wiederum kommt von “mag” = “kneten”.(LEUENBERGER,H-D. 1989) Vorgehensweise, die mit Hilfe des bewußten Willens Veränderungen in der Umwelt bewirken kann. (LEUENBERGER,H-D. 1989)
Magnum Opus (lat.): Das Große Werk. In der Alchemie die Herstellung des “Steins der Weisen” und des “Lebenselixiers”. Mystischsymbolisch bedeutet es die Gewinnung höchster geistiger Vollkommenheit.
Mandala: Symbol der Individuation als Entwicklung der Einzelseele (Vereinzelung).(JUNG,C.G. 1954: 47)
Mantik: Seher- und Wahrsagekunst
Materialismus: Die Lehre, daß alles Existierende entweder Materie selbst ist, oder
vollständig von Materie abhängig ist.
Materie: Stoff, als traditioneller Gegenbegriff zu Form oder Geist. Im philosophischen Materialismus ist Materie die Substanz und Basis aller Wirklichkeit und wird im allgemeinen
atomistisch aufgefaßt. In der Newtonschen Physik steht Materie, die durch Masse und Ausdehnung gekennzeichnet ist, im Gegensatz zur Energie. Nach der Relativitätstheorie
sind Masse und Energie ineinander überführbar, und materielle Systeme werden jetzt als Formen von Energie angesehen. In der Quantenphysik: verdichteter Geist, gefrorenes Licht,
Manifestation von Ideen. Max Planck bezeichnet die Materie als “geballtes Licht” und umgekehrt das Licht als “zerstrahlte Materie”.(SCHULT,A. 1986: 22)
Meditation: andächtiges Nachdenken, Alleinsein im Gebet. Die Steigerung ist
Kontemplation: Sich tief in Gott versenken.(RAMAKRISCHNA (1836-1886)
Mensch: Wesen aus Körper, Seele und Geist.(Neues Testament 1. Thess. 5,23; PASSIAN,R. 1985: 11) Diese Dreieinigkeit entstammt verschiedenen Welten: der Körper der
materiellen, die Gefühle (Seele) der astralen und die Gedanken (Geist) der mentalen Welt.(K. SPIESBERGER in HÜRLIMANN,G. 1993) Durch Evolution des “Gottesfunkens” dem
Mineral-, Pflanzen- und Tierreich entwachsen, steht der Mensch in der Endphase der seelischer Inkarnation. In der irdischen Gemeinschaft der Mitseelen ist der Mensch das,
was er innerhalb der Grenzen seines angeborenen Schicksals – ablesbar am Geburtshoroskop – aus sich macht. Im Unterschied zu Mineralien, Pflanzen und Tieren ist der Mensch zu Spiritualität fähig, die er über Selbsterkenntnis erlangen kann.
(LEUENBERGER,H-D. 1989: 23)
Mentalkörper: nach dem Ablegen des Astralkörpers geht die Seele in einem sogenannten “zweiten Tod” in den Mentalkörper über, der von entsprechend
sensiblen Menschen als hellstrahlende Kugel wahrgenommen werden kann, die sich auf dem Kopf des Verstorbenen zeigt. Solchen Beobachtungen liegt möglicherweise die Darstellung des “Heiligenscheins” zugrunde.(PASSIAN,R. 1985: 13)
Mentalwelt: Ort für den menschlichen Mentalkörper. Die Mentalwelt besteht aus dem “Unteren Devachan”, worin die meisten Menschen sich nach einer kurzen
Astralperiode einer langen glücklichen Ruhe erfreuen. Darauf folgt das Höhere (kausale) Devachan, oder aber die sofortige Wiedergeburt.
metaphorisch (gr.): sinnbildlich; über Symbole erklärte Begriffe
Metaphysik
(gr.): die Wissenschaft (besser Glaubenschaft) von den Erscheinungen und Vorgängen in den übersinnlichen Welten. Lehre von den Hintergründen der sichtbaren Dinge auf Erden. Der Metaphysiker schaut hinter das
Physische der materiellen Welt. Er erkennt diese als ein großer, geisterfüllter Organismus, dessen Glieder nicht zufällig entstanden, sondern zweckmäßig aufeinander abgestimmt sind und sich gegenseitig beeinflussen. Alles, was oben
geschieht, hat auf Erden seine Resonanz. Nach dem hermetischen Grundsatz “wie oben, so unten” sind Mensch und Kosmos durch kosmische Sympathie miteinander verbunden.
Monade(n)
(die): die in der UrGottheit ruhenden “göttlichen Funken”, welche bei allen Lebewesen der materiellen Welt eine stete Entwicklung erzeugen, um schließlich wieder zur göttlichen Einheit als ihrem Ausgangspunkt zurückzukehren.
Bei Leibnitz die letzten, in sich geschlossenen, vollendeten, einheitlichen Wesen, aus denen die Weltsubstanz besteht.
Monotheismus (gr.): die Verehrung eines einzigen persönlichen Gottes (im Christentum, Judentum und Islam).
mundan (lat.): die Welt betreffend. Als “Anima mundi” die Weltseele der Mundan-Astrologie; das Horoskop der Welt (Erde) betreffend.
Mutation: Eine plötzliche Veränderung. Mutationen sind am Phänotyp von
Organismen zu erkennen und im allgemeinen auf Veränderungen im Erbmaterial zurückzuführen. Heute sind mit dem Begriff meist Zufallsänderungen in den Genen gemeint.
Mysterienschulen
: Einrichtungen, die im Altertum Teile des Urwissens (Mysterien) lehrten. Vor allem in Ägypten, Griechenland, Persien, Assyrien. Niedere M. in Form von dramatischen Ritualen eher exoterisch. Höhere M. rein esoterisch auf
philosophische Erkenntnis begrenzt. Christliche Mysterien, dienten der esoterischen Erläuterung der Lehren Jesu; sie wurden von Gnostikern für wenige, sehr ernste
JesusNachfolger gelehrt. Bestanden wegen amtskirchlicher Verfolgung nur kurze Zeit.
Mysterium: Geheimnis oder Unerkanntes. Theosophisch: Gipfelpunkt eines höheren Mysterienspiels, das zur “mystischen Wiedergeburt” führte.
Mystik: Philosophie der göttlichen Dinge.(SCHULT,A. 1986) Mystiker sind geistig Strebende und Erforscher der göttlichen Wahrheiten, meist mit medialen Fähigkeiten.(DASKALOS 1992) Das Wort Mystik hat seine Wurzeln im Griechischen
“myein”, und heißt “die Augen schließen”. Die Augen schließen bedeutet in diesem Fall, sich von den äußeren Eindrücken abzuschotten, sich von der Außenwelt abzugrenzen. Der Mystiker weiß, daß die materielle und die geistig-göttliche Ebene
unvereinbare Gegensätze sind. Gegensätze nicht im Sinne von polar, sondern von dual.(LEUENBERGER,H-D. 1989)
Mythos, Mythen: Sage und Dichtung von Helden, Göttern und Geistern der Urzeit
eines Volkes. Legendär gewordene Gestalt oder Begebenheit, der man großer Verehrung entgegenbringt.(LEUENBERGER,H-D. 1989)
Natur:
Traditionell als “Mutter Natur” personifiziert. Die schöpferische und steuernde Kraft in der materiellen Welt und unmittelbare Ursache aller Phänomene dieser Welt. Wesen der Dinge im Sinne der Ganzheit ihrer Eigenschaften, die ihnen
ihren unverwechselbaren Charakter verleiht. Innere Kraft, der innere Impuls, der die Aktivitäten der Lebewesen ausrichtet und lenkt. Nach der herkömmlichen Auffassung der Naturwissenschaft besteht die Natur aus Materie, Feldern und
Energie und wird von – meist als ewig erachteten – Naturgesetzen regiert.
Neodarwinismus: Die moderne Version der Darwinschen Theorie der Evolution
durch natürliche Auslese; es wird hier jedoch die Möglichkeit der Lamarckschen Vererbung ausgeschlossen. Vererbung beruht danach allein auf der Weitergabe von Genen nach den Regeln der Mendelschen Vererbung. Genmutation ist zufällig,
und das Mengenverhältnis, in dem alternative Gene (Allele) innerhalb einer Population zueinander stehen, wird durch natürliche Auslese beeinflußt. In der extremsten Form sieht der Neodarwinismus in der Evolution nicht mehr als
Veränderungen von Genhäufigkeiten innerhalb von Populationen.
Neuplatonismus (gr.): esoterisches Lehrsystem, das ähnliche Ziele verfolgte wie die theosophische Bewegung. Gründer: Ammonius Saccas im 3. Jahrhundert v. Chr.
Seine größten Nachfolger waren Plotin, Porphyrius und Jamblichus. Der N. suchte die Lehren des Platon mit östlicher Philosophie zu verbinden.
Nirvana oder Atma, (Sanskrit): wörtlich “auslöschen”, “aushauchen”, “verwehen”.
Hinduistisch: höchste Erkenntnis; buddhistisch: das Aufgehen der Einzelseele in der göttlichen Einheit, Befreiung vom Karma-Gesetz, Ende der Kette der Inkarnationen.
“Nirwana” bedeutet so viel wie “Nichts” (wörtlich: verlöschen).(DETHLEFSEN,T. 1992: 11) Also: Einheit mit Gott. In der Einheit hört alle Sehnsucht, alles Wollen und
Streben, alle Bewegung auf - denn es gibt kein Außen mehr, nach dem man sich sehnen könnte. Paradoxon, wonach man nur im “Nichts” die Erlösung finden kann.(DETHLEFSEN,T. 1992: 11) Man kann auch sagen: das letzte Verlöschen aller
egozentrischen, niederpersönlichen Begierden des Menschen. Zustand der höchsten Macht, Freiheit und Glückseligkeit eines Adepten vor der Wiedervereinigung mit Gott. Im Christentum analog: Jüngster Tag.
Noetische Welt
: die fünfte Dimension. In der noetischen Welt (Geisterwelt) sind Zeit und Raum überwunden. Eine Seele, die in der noetischen Welt lebt, kann augenblicklich über jede Entfernung in Raum und Zeit reisen. (s. auch Astral-,
Mental- und Kausalwelt)(DASKALOS, 1992)
Okkultismus (lat.): Bezeichnung für sog. “Grenzwissenschaften”, die sich mit den
unerkärlichen, verborgenen und nicht wissenschaftlich erklärbaren Erscheinungen der Natur und des Seelenlebens befassen. Dies gilt vor allem für die rätselhaften
Leib-Seele-Fähigkeiten: Telepathie, Psychokinese, Hellsehen, Materialisation und Spuk. Erforschung des Okkulten durch die Parapsychologie. Höherer O. ist identisch
mit Theosophie und Metaphysik. Niederer O. ist eher exoterischer Natur, weil nur Teilgebiete erfassend und besteht aus Kartenlegen, Tarot, Handliniendeuten, Pendeln, Wünschelrutengang u.ä.
Organizismus:
Eine Form des Holismus, nach der die Welt auf allen Ebenen aus Organismen (Holons, morphischen Einheiten) besteht. Organismen sind Ganzheiten, die aus Teilen bestehen, welche selbst wieder Organismen sind usw.; sie sind zu
geschachtelten Hierarchien organisiert. Die Teile eines Organismus können nur anhand ihres Wirkens und ihrer Funktionen im bestehenden Ganzen verstanden werden. “Organismen” in diesem Sinne sind: Atome, Moleküle, Kristalle, Zellen,
Gewebe, Organe, Pflanzen und Tiere, Gesellschaften, Kulturen, Ökosysteme, Planeten, Planetensysteme und Galaxien. Der ganze Kosmos wird hier als Organismus aufgefaßt und nicht als Maschine (vgl. mechanistische Theorie).
Osiris
: 1. der männliche Aspekt der AltÄgyptischen Dreieinigkeit (Sonnengott). 2. Das Göttliche Prinzip im Menschen (ChristusPrinzip). 3. Ein fernhistorischer Avatar, der nach der Uberlieferung getötet wurde, nach 3 Tagen auferstand und zum
Himmel fuhr.
Pantheismus (gr.): Philosophische Anschauung der Pantheisten, daß Gott und die
Welt eins sind. Gott ist überpersönlich und manifestiert sich in allem, was lebt. Er geht als Ganzes den Dingen voraus, diese sind nur Vereinzelungen seiner selbst.
Manifestativer P.: Gott ist das einzig wirklich Seiende; alle Dinge sind nur seine Erscheinungsformen. Immanentischer P.: Gott geht völlig in den Dingen auf. Emanatischer P.: Gott läßt die Dinge stufenweise (evolutiv) aus sich hervorgehen.
Panpsychistischer P.: Gott belebt alle Dinge als “Welt-Seele”. Evolutionistischer P.: Gott verwirklicht sich selbst durch den Werdeprozeß der Welt und gelangt so zur Selbsterkenntnis.
Paradies:
Bewußtseins-Einheit ohne Polarität, und damit Einheit mit Gott (Siebenter Himmel, jenseits der Kausalwelt)
Paradigma: Beispiel, Muster. Betrachtungsweisen der Welt, die wissenschaftlich anerkannt sind.
Parapsychologie (gr.): Wissenschaft von (okkulten) Erscheinungen, die außerhalb der bekannten Naturgesetze stehen (Telepathie, Telekinese, Psychometrie). Sie
sucht diese experimentell zu erfassen. Forschungsstätten der P. gibt es schon an einzelnen Universitäten.
Persönlichkeit: im theosophischen Sinn das vergängliche Ich (Ego, Niederes
Selbst) eines Menschen mit seinem materiellen, astralen und niedermentalen Körper. Im Gegensatz zum unvergänglichen Höheren Selbst (Seele, Gottesfunke). Jeder Mensch hat als Teil des Schöpfungsgedankens eine sterbliche Persönlichkeit,
nämlich das, was er hier auf Erden darstellt und wie er auf andere wirkt. Das, was die Mitwelt nicht sieht, zeigt sich im Seelenbewußtsein und ist verborgen.
Platonismus:
Die philosophische Tradition, die in der Nachfolge Platons die Existenz eines eigenständigen Reichs der Ideen oder ewigen Formen oder Urbilder oder Essenzen postuliert, die außerhalb von Raum und Zeit existieren und
unabhängig davon, ob sie in der Welt der Phänomene manifestiert sind, oder nicht.
Plotin: größter und bekanntester der NeuPlatoniker, nach dem Gründer Ammonius
Saccas. Er lehrte den reinen, echten Vedanta: das, was seinem Zeitalter entsprechend, reine Theosophie darstellt. Hauptwerk “Die Enneaden”.
Polarität: gegensätzliche oder polare Begriffe bilden zusammen eine Einheit (z.B.
Leben und Tod, Gut und Böse) und sind in ihrer Existenz voneinander abhängig. Ohne das Eine gibt es das Andere nicht. Unsere materielle-irdische Welt ist durch P. gekennzeichnet.
Polytheismus
(gr.): Verehrung einer Vielzahl von kultischen, persönlich gedachten Gottheiten. In der Antike und im Buddhismus weit verbreitet.
Prädestination: Vorherbestimmung des menschlichen Werdegangs durch Gott. Bei
Augustinus, und den Reformatoren (z.B. Zwingli) am strengsten ausgebildet.(PASSIAN,R. 1985) Deutsches Wort: Schicksal, wobei die Silbe “sal” von “Salmann” = Heilsbringer kommt. Esoterisch: das geschickte Heil für eine zweckmäßige
Weiterentwicklung der Seele.
Präformation: Theorie, daß erwachsene Organismen bereits mit allen ihren Zügen in der befruchteten Eizelle vorgeformt sind. Die embryonale Entwicklung besteht
nach dieser Anschauung lediglich in der Entfaltung oder “Entwicklung” dieser vorgeprägten Strukturen.
Problem: alles, was dem Menschen auf dieser Welt Schwierigkeiten bereitet, nennt
man “Problem”. Aus metaphysischer Sicht ist es aber lediglich der individuelle Niveau-Unterschied zwischen einer bestimmten Situation und einer momentanen Bewußtseinslage. Das Problem soll den Menschen herausfordern, durch einen
Lernschritt diese Diskrepanz zu beseitigen.
Psyche griechisches Wort für “Seele”. Die Theosophie unterscheidet: 1. die spirituelle S. (Buddhi oder Intuition) und 2. die astrale S. (irdischpersönliche,
egozentrische Gefühle und Leidenschaften). Ab einer gewissen Reifestufe gehen die Empfindungen der Astralseele in geläutertem Zustand in die “Höhere Seele” (Gottesfunke) ein. Man nennt die beiden Teile auch “göttliche” bzw. “menschliche”
Seele. – Die “Psyche” der Wissenschaften war jedoch nie gleichbedeutend mit diesem Seelenbegriff. Sogar die moderne Psychologie kannte bis vor kurzem keine Seele. Die Psychologie erforscht zwar “das Psychische” im Menschen, meint dabei
aber nicht die Seele, sondern ein Eliminat. Dies führte zu der Behauptung, die seelische Funktion des Menschen sei ein Produkt des Gehirns und eines intakten Nervensystems. Daraus folgerte man, daß mit dem Verlust dieser materiellen
Voraussetzungen, auch die “Seele” aufhöre zu existieren.(DETHLEFSEN,T. 1979)
Psychotherapeut: Seelenarzt, der Seelenbehandler und -heiler, der die Psychotherapie (Pflege die Seele) ausübt.(DASKALOS, 1992)
Pythagoräer: Schule des griechischen Denkens, die das Universum als wesenhaft mathematisch ansah. Die fundamentale mathematische Wirklichkeit ist Raum und Zeit überschreitend. Viele Übereinstimmungen mit dem Platonismus.
Quantentheorie: in der Atomphysik die Theorie von den Bewegungsvorgängen im mikro-physikalischen Bereich, gekennzeichnet durch die Welleneigenschaft
bewegter Korpuskel, denen bei Atomen bereits durch die Temperaturbewegung Wellenlängen von der Größe ihrer Durchmesser zuzuordnen sind.(Die Neue Herder Bibliothek (1970), Freiburg, Basel, Wien)
Rad der Wiedergeburt: Symbolbezeichnung für die aufeinanderfolgenden menschlichen Verkörperungen, analog einer Radspeiche, die auf eine andere folgt.
RajaYoga
(Sanskrit): “Königlicher Yoga” (von Patanjali begründet). Lehre zur rascheren Erlangung der spirituellen Geisteskräfte. Wird erzielt durch eine disziplinierte Erziehung des Mentalkörpers, um sich zu demütig-helfendem Dienst an
allen Wesen zu befähigen. Auch als Theophanie zu bezeichnen.
Rajas (Sanskrit): Grundprinzip des Verlangens, der Leidenschaft und ungestümer
Tätigkeit als eine der drei Grundeigenschaften der menschlichen Natur, die in dem indischen Wort “Gunas” zusammengefaßt sind.
Reduktionismus: Die Lehre, daß komplexere Phänomene auf weniger komplexe
zurückgeführt werden können. In der Philosophie die Theorie, daß menschliches Verhalten letztlich auf das Verhalten von unbelebter Materie, die den Naturgesetzen
unterliegt, zurückführbar ist. In der Biologie der Glaube, daß alle Lebensphänomene sich chemisch oder physikalisch erklären lassen. Eng verbunden mit der mechanistischen Theorie, dem Materialismus und dem Atomismus.
Reinkarnation, Wiederverkörperung: wiederholte Verkörperung der Seele, Seelenwanderung. Lehre vom Wieder-ins-Fleisch-Kommen einer unsterblichen
Seele in irdischen Leibern zu verschiedenen Zeiten und unter selbstverursachten karmischen Bedingungen. Biblisch also nicht eine “Auferstehung” des Fleisches, sondern eine solche im Fleische! Reinkarnation ist keine Frage des Glaubens,
sondern der philosophischen Erkenntnisfähigkeit.(PASSIAN,R. 1985: 9)
Religion: (lat.) relegere = nachdenklich sein. Das Sichhinwenden des Menschen an
seinen ersten Ursprung. Beschäftigung mit jenseitigen, göttlichen Dingen. Religiös bedeutet “Leibeigenschaft” gegenüber Gott und Kompromißlosigkeit gegenüber seinem Willen.(BERGER,K. 1995: 115)
Resonanzgesetz
, Empfänglichkeitsgesetz: Hinter dem sog. “Zufall” steht das Resonanzgesetz. Auf diese Weise bekommt man jede Information oder jeden Kontakt, den die Seele zur Weiterentwicklung braucht. Man ist dann “reif” für die
Information oder die Erkenntnis.(DETHLEFSEN,T. 1979)
Ritual: (lat.) feste Ordnung der Gottesdienstbräuche einer Religion (z.B. heilige Messe). Das Wort stammt aus der indischen Sanskrit-Sprache und bedeutet
Wahrheit, Recht.(LEUENBERGER,H-D. 1989) Ein Ritual ist die bewußte mikrokosmische Nachbildung einer makrokosmischen Wirklichkeit. Die anspruchsvollste esoterische Übung ist die, wenn man das tägliche Leben zum
Ritual erhebt.(DETHLEFSEN,T. 1979)
Rosenkreuzer: die Zugehörigen eines im 15. Jh. begründeten christlichmystischen Ordens, der regel und abgabenlos wirkte. Heute die Bezeichnung für verschiedene
okkulte und esoterische Gemeinschaften, die sich von den UrR. ableiteten. Die Mitglieder erkannten sich an Geheimzeichen und waren zum Schweigen verpflichtet. Gründer ist der Mystiker Christian Rosenkreutz, der diesen Orden um 1460
gründete und esoterische Weisheit im christlichen Sinne lehrte.
Sanskrit: altindische, klassische Literatur- und Kunstsprache
Sattva
(Sanskrit): Klarheit, Erkenntnis, Harmonie. Eine der drei “Gunas” oder Eigenschaften der menschlichen Natur.
Schatten: Synonym für “Fehlerhaftigkeit”, “Böses” oder “ungeliebte
Charaktereigenschaften” beim Menschen. Als “Schatten” (nach C.G. Jung) bezeichnet die esoterisch orientierte Psychologie die Summe aller abgelehnten Wirklichkeitsbereiche, die man bei sich selbst nicht sieht oder nicht sehen will, und
die einem daher unbewußt sind.(DETHLEFSEN,T. 1992: 48)
Schicksal: das Wort “Schicksal” kommt aus dem Althochdeutschen und bedeutet “Das geschickte Heil”, und zwar nicht für den materiellen Leib, sondern für die
seelische Weiterentwicklung auf ihrem Weg hin zu Gott. “Sal” kommt von “Salmann” = Bezeichnung für “Heilsmann”, “Heiler”. Akademisch ausgedrückt: “Spiegel des seelischen Bewußtseinszustandes” oder “Seinsgeschehen”. Fremdwort: Prädestination = göttliche Vorherbestimmung.(PASSIAN,R. 1985) Aus
astrosophischer Sicht: Wir haben nicht diesen oder jenen Charakterzug oder dieses oder jenes Schicksal, weil es unser Horoskop etwa aufzwänge, sondern umgekehrt: weil unser Seelenbewußtsein so ist, haben wir dieses oder jenes Horoskop.
(PASSIAN,R. 1985: 87)
Schizophrenie (gr.): medizinisch: Spaltungsirresein, führt zu Denkzerfall, Wahnideen, Gefühlsverarmung und oft zu völligem Persönlichkeitswandel. Spirituell:
Besessenheit einer Persönlichkeit von zwei oder mehreren Seelen (Geistern).
Schlangenfeuer (Kundalini, latente göttliche Schöpferkraft): genannt Schlangenfeuer, weil Kundalini im noch “unerweckten” Zustand schlangenförmig
zusammengerollt im Wurzelchakra am Grunde der Wirbelsäule ruht.
Scholastik: = “Schulkunst”. Mittelalterliche Philosophie, entstanden durch aristotelischen, neuplatonischen und augustinischen Einfluß. Die Scholastiker
versuchten, die Glaubenslehre der Kirche philosophisch und theologisch soweit als möglich zu durchdringen und vom Ganzen her zu durchleuchten. Blütezeit im 13. Jh.
mit Thomas von Aquin, Bonaventura (Univ. Paris). Verschiedene Schulen: Ältere Franziskanerschule, Doninikanerschule, Jüngere Franziskanerschule. Scholastiker ist auch ein studierender PriesterKandidat.
SchöpferLogos
: Gottesaspekt, der aus der Ursubstanz (Mulaprakriti) das Universum erschafft und mit unzähligen Monaden (Gottesfunken) ausstattet, damit diese in langen Äonen der geistigen Evolution einmal seinen Status erreichen können.
Schuld: die “Schuld” des Menschen liegt darin begründet, daß seine Seele in der materiellen Welt sich über mehrere Inkarnationen höherentwickeln muß. Dies ist die
sogenannte “Erbsünde” und ist der Preis für den Erkenntnisdurst des die göttliche Einheit verlassenen Geistes. (s. auch Sünde) (DETHLEFSEN,T. 1979)
Schwarze Magier
: “Brüder des Schattens”, des Satans. Sie schaffen sich durch übermenschliche Denk und Willenskraft und Kenntnis der Naturgesetze ein jahrhundertelanges irdisches Leben. Die meisten werden so entgeistigt, daß sie die
Bestrebungen der selbstlosen “Weißen Magier” hassen, und in moralischen Verfallszeiten von Nationen unzählige unwissende Opfer zur Ausführung ihrer verderblichen Absichten benutzen.
Schwermut:
ist nach Romano Guardini “Die Beunruhigung des Menschen durch die Nachbarschaft des Ewigen”. (GUARDINI, R. 1983) Man kann auch sagen: Schwermut ist die Geburt des Ewigen im Menschen, nämlich wenn das traurige
Gemüt der Seele sich auf Gottsuche begibt. Im positiven Sinn Auslöser der Gotterkenntnis, im negativen: Tendenz zum Freitod.
Sechster und Siebenter Sinn: die noch größtenteils latenten (psychischen)
Fähigkeiten, die in kommenden Menschengeschlechtern infolge einer Kundalini-Erweckung entstehen werden: z.B. Hellsehen, Telepathie, Zukunftsschau, Hellhören und damit Eigenschaften des astrologischen Fische-Prinzips. Organ: Zirbeldrüse
und Hypophyse im Gehirn.
Seele: jener Teil von uns, der qualitativ identisch mit Gott ist. Die Seele ist unser göttlicher Wesenskern, unveränderlich und ewig.(DASKALOS, 1992) Nach
Aristoteles stellt sie das belebende und organisierende Prinzip dar, wogegen der menschliche Geist der bewegende Motor ist. Die (feinstoffliche) Seele ist Bindeglied
zwischen Geist (Ich-Bewußtsein) und Körper (physicher Leib). Sie ist nicht unstofflich wie der Geist, aber auch nicht so derb-materiell wie unser Körper.(PASSIAN,R. 1985
) Die Seele ist das kosmische Element in uns, nämlich das, was die Vergänglichkeit alles Irdischen überdauert.(SCHMIDT,K.O. 1936) Oft auch als Synonym für Unterbewußtsein, Gefühl, Gewissen gebraucht.
Seelenentwicklung:
laut der Offenbarung unseres Himmlischen Vaters ist die Seele ein aus der Materie sich entwickelnder Geist.(Gr. Ev. 5, 51) Also: evolutionäre Entwicklung der Seele (nicht des Geistes) über alle Naturreiche, beginnend bei der
Mineral- über die Pflanzen- und Tierwelt bis hin zum Menschen.(PASSIAN,R. 1985)
Seelengeburt: der Augenblick, wo die Monade (der Gottesfunke) eines hochentwickelten Haustieres sich erstmalig als Mensch inkarniert (=
Individualisierung).
Seelenwanderung: auch Metempsychosis genannt, umfaßt außer der Inkarnation auch den Glauben an den möglichen Übergang der Seele nach dem Tode in einen Tierkörper.(PASSIAN,R. 1985: 9)
Sein, Seinsheit: unmanifestierte Realität, jenseits von Raum und Zeit, ohne Anfang und Ende. Alles ist, bevor es in die materielle Existenz tritt.(DASKALOS, 1992)
Selbst, höheres Selbst:
vermittelt zwischen Seele und Persönlichkeit. Jeder Mensch hat als Teil des Gottesfunkens eine unsterbliche Seele, nämlich das, was er eigentlich ist. Daneben hat er eine sterbliche Persönlichkeit, nämlich das, was er
hier auf Erden darstellt. Eng mit der Seele verbunden ist das Höhere Selbst, das als Vermittler zwischen Seele und Persönlichkeit fungiert.(SCHEFFER,M. 1994)
Selbsterkenntnis:
ein Heils- und Einweihungsweg bei der Gottsuche, wobei das Ich (Ego) geopfert wird. Selbsterkenntnis führt zu Gotterkenntnis
Shiva (Sanskrit): der 3. Aspekt der religiösen HinduDreieinigkeit. Gern als
“Zerstörer” bezeichnet, jedoch eigentlich der große “Umwandler”, der zum Zwecke der Entwicklung “alle Dinge neu macht”.
Silberne Schnur (die): Äthergewebe, durch das während des Schlafes der Astral-
und der leibliche Körper verbunden bleiben. Im Moment des Sterbens aber reißt diese Silberschnur ab und das Leben und damit auch die Seele entweichen endgültig und unwiderruflich.
SolarPlexusChakra
: das Chakra, das am “Sonnengeflecht”, also am wichtigsten Geflecht von Nervenknoten des vegetativen Nervensystems (unterhalb des Zwerchfells) liegt. Bei Erweckung entstehen vage Erinnerungen an Astralreisen und
Erlebnisse. (Auch MilzChakra genannt.)
Sophia (gr.): Weisheit. Daher z.B. der Name der Theosophie: Theos = Gott, und Sophia = Weisheit, göttliche Weisheit.
Spiritismus:
geistige Disziplin, die versucht, verstorbene Menschen durch “automatisches” Schreiben oder Sprechen über geeignete “Medien” für die Zeit einer spirituellen Sitzung (Séance) wieder dem irdischen Leben zugänglich zu
machen. Auch Nekromantie genannt.Unter Spiritismus wird in der heutigen Zeit mehr das Praktizieren von Verständigungsmöglichkeiten mit dem Jenseits verstanden, wie
etwa das “Herzitieren von Geistern” (sog. Vulgärspiritismus).(PASSIAN,R. 1985: 23)
Spirituelle Körperformen: Ätherkörper: Träger der vitalen Lebenskraft und aller physischen Empfindungen
(Lebensleib). Der eigentliche physische Bewußtseinsträger. Er durchdringt den körperlichen Leib, ist aber noch aus (fein) physischer Materie. Er löst sich nach dem Tode rasch auf.(PASSIAN,R. 1985: 12) Astralkörper:
Träger unserer Empfindungen und Begierden, der telepathischen Phänomene und unseres Traumlebens. Äther- und Astralkörper haben die Form des Leibes. Da der feinstoffliche Astralkörper das Licht nicht reflektiert, bleibt er für
unsere Augen unsichtbar. Bei genügender Verdichtung kann er von hellsichtigen Menschen als Geist gesehen werden (daher der weltweite Geister- und Gespensterglaube). Der Astralleib verbindet sich erst im Alter von sieben Jahren
völlig mit dem Körper, so daß erst dann Erinnerungen an die Vorexistenz verblassen.(PASSIAN,R. 1985: 15f.) Mentalkörper: nach dem Ablegen des Astralkörpers geht die Seele in einem
sogenannten “zweiten Tod” in den Mentalkörper über, der von entsprechend sensiblen Menschen als hellstrahlende Kugel wahrgenommen werden kann, die sich auf dem Kopf des Verstorbenen zeigt. Solchen Beobachtungen liegt möglicherweise
die Darstellung des “Heiligenscheins” zugrunde.(PASSIAN,R. 1985: 13) Kausalkörper: der höhere Mentalkörper und Träger des unsterblichen menschlichen
Bewußtseins. Er hat 3 Funktionen: 1. Sitz des Höheren Selbstes (Seele), 2. Träger des abstrakten Denkvermögens, 3. Speicherort für alle Handlungen und Werke im Laufe der Inkarnationen, die dann über das Karma das spätere Schicksal
bestimmen. Hellsichtige Menschen erkennen an Umfang und Farben des Kausalkörpers die Entwicklungsstufe einer Menschenseele.
Sri Krishna (Sanskrit): der große indische Heiland, Heros und Fürst, welcher dort
ebenso verehrt wird wie Jesus Christus im Abendland. Die Geschichte von Krishna’s Geburt und Kindheit gleicht genau der des Jesuskindes im Neuen Testament.
Stigmatisation
(gr.): das Auftreten der Wundmale Jesu bei tiefgläubigen Christen. Beispiele: Der heilige Franz v. Assisi, Therese von Konnersreut, Pater Pio. Nach katholischer Auffassung kann S. durch sowohl übernatürlich, als auch autosuggestiv
entstehen.
Sufismus: ursprünglich aus dem Islam hervorgegangene, tiefmystische Bewegung. Er lehrt (ähnlich wie die Theosophie) einen universalen Gottesglauben mit toleranter
Würdigung aller anderen Religionen. Ziel ist die meditativ gewonnene Unio Mystica.
Sünde, Erbsünde: kommt von absondern, nämlich von der Einheit mit Gott als dem
allumfassenden Bewußtsein. Nach griechisch-antiker Auffassung: den Punkt (Symbol der Einheit) nicht treffen, nicht begreifen; auch Synonym für “polar sein”. Die “Sünde” liegt also in der Polarität begründet, und nicht im konkreten Handeln
des Menschen. “Erbsünde” ist die karmische Belastung, die man vom Vorleben ins aktuelle Erdenleben mitbringt.(PASSIAN,R. 1985: 116)
Swastika: das Hakenkreuz als das heiligste, mystischste Symbol in Indien. Sinnbild
des sich stets erneuernden und weiterschreitenden Lebens. Wurde vom Dt. Nationalsozialismus unter Adolf Hitler mißbraucht und nach links (also rückwärts) drehend dargestellt.
Telästhesie
(gr.): Hellfühlen. Fähigkeit, den seelischen Zustand näher und entfernt lebender Freunde zu erkennen.
Teleologie (gr.): Lehre von den Zielen oder finalen Ursachen; die Erklärung der Phänomene anhand von Zielen und Zwecken.
Telepathie (gr.): Gedankenübertragung. Fähigkeit, die Denkwellen anderer Menschen aufzunehmen. T. entsteht häufig spontan und unbewußt zwischen sich nahestehenden Personen.
Teufel, Satan:
irdische Versuchung und Ablenkung von Gott und seinen kosmischen Gesetzen. Prototyp für Sündenfall, Erbsünde und Gang in die Polarität (LK 4,1f.). Vor dem Engelsturz war er - nach Gottvater und Christus - der
dritthöchste Geist im Himmel und hieß damals Luzifer (= Lichtträger).
Theismus (gr.): Glaube an einen persönlichen Gott, der sich durch Glaube, Offenbarung und Wunder dem Menschen stets als wirkend und unmittelbar
anwesend zeigt.
Theologie (gr.): “Rede über Gott”; Lehre von Gott i.S. von wissenschaftlicher Durchdringung göttlicher Offenbarungen. Man unterscheidet eine systematische, historische und praktische Theologie.
Theophanie (gr.): Erscheinung Gottes in der Welt i.S. von praktischer Anwendung oder Umsetzung des “Wissens über Gott” (Theosophie) und seinen Offenbarungen und Lehren. Gleichbedeutend mit angewandter Theosophie als praktizierter
Nächsten- und Gottesliebe.
Theosis, Theose (gr.): Vergöttlichung. Bezeichnung der Kirchenväter der ersten Jahrhunderte für einen sehr hohen Grad von mystischer Gottesvereinigung (Unio
Mystica). Die letzte Stufe in der Entwicklung des Selbst, nachdem es die Erfahrung der grobstofflichen Materie durch aufeinanderfolgende Inkarnationen hinter sich hat. Wiedervereinigung mit der Gottheit.(DASKALOS, 1992)
Theosophie: (gr.): “Wissen über Gott”, Gottesweisheit. Mystische Lehre von Gott, gewonnen durch visionäre Schau und Offenbarung. Die hier vertretene Theosophie
beinhaltet im Gegensatz zur Thoesophischen Gesellschaft (Blavatzky-Schule) auch einen persönlichen Gott mit tanszendenten Elementen der Gotterkenntnis, und folgt somit dem “Sowohl-als-auch-Gesetz. Die T. bildet danach den philosophischen
Hintergrund und die erkenntnismäßige Steigerung der wissenschaftlich betriebenen Theologie. Der Begriff Theosophie wird hier in allgemeiner Form und religionsübergreifend gebraucht und zwar als Stadium zwischen Theologie und Theophanie.
Theosophische Gesellschaft: Im Jahre 1875 von Helena P. Blavatzky und H.S. Olcott in New York gegründete Vereinigung mit pantheistischem Gottesbegriff. Stark an den Hinduismus und Buddhismus angelehnt.
Theurgie (gr.): eine Anrufung hoher Engel. Sie ist nur ganz reinen und selbstlosen WeißMagiern möglich, um Hilfe bei der Erkenntnisgewinnung oder Beistand zur
Vollbringung edler Werken der Barmherzigkeit zu erhalten. Ein berühmter Theurg war der Neuplatoniker Jamblichus. In der Neuzeit z.B. Bernhard Forsboom.
Tierkreis
: eine Bahn von 16° Breite zu beiden Seiten der Ekliptik, durch welche die Sonne, der Mond und die anderen Planeten scheinbar wandern. Der Tierkreis ist in 12 Tierkreiszeichen a 30° unterteilt. Es stellt die kosmische Aura der sieben alten
Planeten dar; die Gesamtheit der Sonnen- und Planetenaspekte, bezogen auf die Erde; ein Ring von krafterfüllten Räumen (nicht ein Sternbildertierkreis). Der
Tierkreis ist das älteste und umfassendste “Buch” der Welt, das alle Zeitenkreise in sich begreift.(SCHULT,A. 1986: 202-208)
Tierkreiszeichen: die Symbole der Tierkreiszeichen sind Hieroglyphen für die 12
Monate des Sonnenkreislaufes und für die jahreszeitlichen Erlebnisse der Menschenseele in Bezug auf das Verhältnis Sonne zu Erde.(SCHULT,A. 1986: 279)
Transmutation
(lat.): Gemütsmwandlung und Abtötung von Ehrgeiz, Lebensdurst und Behagen, wie auch das Nutzbarmachen dieser erdverbundenen Kräfte für selbstlose Dienste an seinen Mitmenschen.
Transzendenz
(lat.): 1. geistige übersubstanzliche Existenz eines Wesens. 2. Überschreitung von Grenzen; das bewußtseinsunabhängige Überschreiten des Erfahrungsbereichs durch Denken oder Glauben. Das, was als “Jenseitiges” das
Erkenntnisvermögen des Menschen übersteigt. Gegensatz: Empirie, Immanenz. Der Mensch lebt transzendent in der Monade, immanent aber im Leib.
Trinität: Dreigliederung des Menschen in Körper, Seele und Geist.(SCHULT,A. 1986)
Überbewußtsein: Bewußtsein unseres Höheren Selbstes, worin wir uns während echter Meditation oder tiefen Nachsinnens befinden.
Unio Mystica
(lat.): tiefste, einem Menschen mögliche Gottesvereinigung; das Hochziel aller Mystiker in allen Zeiten und Ländern. Wiedervereinigung der Seelen mit Gott als Einheit. Ende der polaren Existenz.
Upanischaden:
esoterische Kommentare zu den hinduistischen Veden. Sie enthalten die Grundwahrheiten des theosophischen Weltbildes, sind aber für europäisches Denken fast unverständlich. Von den 150 U. sind nur noch etwa 20
unverfälscht erhalten. Aus ihnen entstand der Vedanta.
UrIdeen (nach Platon): Archetypen, Urbilder oder Prototypen des Gottesfunkens, zu denen sich alle Geschöpfe evolutiv emporentwickeln, jedes zum Höchststand
seiner Art.
Veda: Ältestes indisches Sprachendenkmal, das zwischen 2500 und 500 v.Chr. entstanden ist, bestehend aus: 1. Sanhita (Götter-Veda), 10 Bücher mit über 1000
Zauberhymnen (Atharvaveda) und komponierten Opferversen (Samaveda) über die Kämpfe der Inder mit der Urbevölkerung und gegeneinander; 2. Brahmana, Opfererklärungen in Prosa; 3. Aranyoka, höhere Mystik mit den Upanischaden; 4. Vedanga, aphoristische Lehrbücher.
Vedanta (der), (Sanskrit): “Die Vollendung der Veden”. Mystischphilosophisches System, das von Generationen weiser und heiliger Inder entwickelt wurde, um die geheime Bedeutung der Upanischaden zu erklären. Hauptaussage des V.: Der
Mensch ist eins mit Gott und von gleicher Natur. Veden, Vedas (Sanskrit): “Göttliches Wissen”. Die heiligsten 4 Bücher der Hindus (etwa 30.000 Jahre alt) mit verschiedenen Verfassern. Aus ihnen wurden die Upanischaden und der Vedanta abgeleitet.
Vererbung: Die Weitergabe von Merkmalen an die Nachkommenschaft. Ursprünglich wurden dazu auch erworbene Merkmale und Lebensgewohnheiten gezählt. In der modernen Biologie gelten nur noch die Gene als vererbbar (s. auch
Mendel’sche Vererbung und Neodarwinismus). Die Hypothese der Formenbildungsursachen meint mit diesem Begriff nicht nur die genetische Vererbung, sondern auch die Vererbung morphischer Felder durch morphische Resonanz.
Vitalismus:
Die Lehre, daß lebendige Organismen wahrhaft lebendig sind, im Gegensatz zur Auffassung der mechanistischen Theorie, daß sie unbelebt und mechanisch seien. Die Organisation des Lebendigen hängt von zielgerichteten
Vitalfaktoren ab (vgl. Entelechie), die sich nicht auf die bekannten Gesetze der Physik und Chemie zurückführen lassen. Der Vitalismus ist eine weniger ausgeprägte Form des Holismus als der Organizismus, da er die mechanistische
Grundannahme akzeptiert, daß die Gegenstände der Physik und Chemie unbelebt und im wesentlichen mechanisch sind.
Weiblicher Gottes-Aspekt:
1. die “Welt-Mutter”. Auf jedem bewohnten Planeten durch einen hohen Erzengel vertreten. Z.B. die altägyptische Isis oder die christliche Madonna, welche nach theosophischer Auffassung i.e.S. nach dem Tod als ein
Erzengel in das Devareich eintrat. 2. Das weibliche Dual (Ehepartner des Adam im Paradies (= Vorhimmel) war beim zweiten Sündenfall, der die nochmalige Verbannung der abtrünnigen Geister aus dem Himmel zur Folge hatte, federführend
. Daher sollte sie nach Gottes Wille nach der Vertreibung aus dem Paradies “unter Schmerzen Kinder gebären”.
Welt, Maya: nach hinduistischer und buddhistischer Auffassung ist die Welt Gottes
Spiel und ein großes Blendwerk oder eine Täuschung (Maya) für den Menschen. In diesem Spiel gibt es Lust und Leid, Tugend und Sünde, Wissen und Unwissen, Gut und Böse. Würden Sünde und Elend aus der Welt beseitigt, dann wäre das Spiel,
und damit die Welt zu Ende. Es ist Gottes Wille, daß dieses “Spiel” fortgesetzt wird. Gott hat uns mit den Fesseln der Sinnestäuschung an diese Welt gebunden. Erst wenn die Fesseln gesprengt sind, ist Gotteserkenntnis möglich.(RAMAKRISCHNA
(1836-1886)
Wiederverkörperung, Reinkarnation: Die wiederholte Rückkehr der Seele zur Erde oder auf andere Gestirne in einem neuen Körper, bis die spirituelle Vollendung in Gottähnlichkeit (Unio mystica, Nirvana) erreicht ist. Eine Wiederverkörperung als
ein Tier ist nicht möglich.
Wissenschaft: das Selbstverständnis heutiger Wissenschaften basiert auf der Meßbarkeit, Verallgemeinbarkeit und Nachprüfbarkeit von Naturerscheinungen an
jedem Ort und zu jedem Zeitpunkt, meist unter Verwendung mathematisch-statistischen Methoden. Dabei ist alles wissenschaftlich Erfaßbare auf die sinnlich faßbare Erscheinung beschränkt. Die Erscheinungen müssen klassifiziert und
geordnet werden, um Gesetzmäßigkeiten erkennen zu können, aus denen heraus es möglich wird, den Ablauf der Dinge zuverlässig vorauszusagen. Jede metaphysische Hinterfragung der Erscheinungen ist sinnlos, weil mit den
wissenschaftlichen Methoden ja nur die Erscheinung selbst erfaßt wird.(LEUENBERGER,H-D. 1989: 13)
Wunder: subjektiv wahre und wirkliche Phänomene, die aber mit den Methoden der
modernen Wissenschaft nicht faßbar oder erklärbar sind. Der Wundertäter durchbricht mit seinem Tun jene alltäglichen Grenzen, denen sich “normale” Menschen gegenüber sehen.(BERGER,K. 1995: 141)
Yoga, der (Sanskrit): “Wege zur Gotteserkenntnis”. Seit Jahrtausenden in Indien gelehrte und ausgeübte Disziplin (Versenkung und Askese, besonders Atem- und
seelische Schulung) zur raschen Erlösung vom “Rad der Wiedergeburt”. Im Westen am bekanntesten der “RajaYoga” und der “HathaYoga. Der RajaY. umfaßt 4 Aspekte: Inana (Erkenntnis), Karma (Hilfsdienste), Bhakta (religiöse Hingabe), und
den eigentlichen RajaY.: Erwerbung von Geistes und Willenskraft. Der polare Begriff Bhoga dagegen bedeutet “Weg des irdischen Genusses”.(RAMAKRISCHNA (1836-1886)
Yogi, Jogi
(Sanskrit): Anhänger des Yoga; Asket, der durch Selbstversenkung und körperliche Askese überirdische Kräfte entwickeln kann. Ein Y. beherrscht eine oder mehrere Yogamethoden. Das Yogitum ist nicht an Länder oder Rassen gebunden.
Zeit: durch den weltlichen Zwang, Einheiten (Ganzheiten) in Einzelaspekte zerlegen zu müssen, die wir dann nacheinander betrachten können, entsteht Zeit. Denn erst
durch die Betrachtung mit einem polaren Bewußtsein wandelt sich die Gleichzeitigkeit des Seins in ein Nacheinander. So wie hinter der Polarität die Einheit steht, so steht hinter der Zeit die Ewigkeit. Ewigkeit aber bedeutet im
metaphysischen Sinn Zeitlosigkeit und nicht eine unendliche Aneinanderreihung von Jahrmilliarden.(DETHLEFSEN,T. 1992: 16)
Zen (Sanskrit): “Versenkung”. Meditationsweg innerhalb des Mahayana
-Buddhismus; knüpft stark an die Praxis den Yoga an, hat aber nicht als Ziel der Durchbrechung des “Ichs”. Pragmatische Meditationsform, um das tägliche Leben natürlicher und spontaner leben zu können.
Zirbeldrüse:
Drüse im Gehirn, die als Organ des “Siebenten Sinnes” angesehen wird, mit der Fähigkeit von Hellsicht und Medialität.
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