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1. Unsere Erbsünde seit dem Sündenfall unter Luzifer
Im 17. und 18. Jahrhundert kannten die Christen noch den Unterschied zwischen den Sünden im Alltag und der sog. Erbsünde. Wer weiß heute denn noch, daß die
Erbsünde sich auf den Sündenfall unter Luzifer (Satan) vor etwa 5 Milliarden Jahren (der sog. Urknall unserer Astronomen) bezieht? Damals war nämlich jeder von uns
(heiligen Geistern) Anhänger oder zumindest Sympatisant des Rebellen Luzifer, dem damals dritthöchsten Geistwesen im Himmel. Dieser wurde von Gott unter Beteiligung der Streitkräfte des Erzengels Michael im Zuge des Engelsturzes
(Geisterfall, Sündenfall) aus dem Himmel verstoßen und in die materielle Schöpfung (Hölle, Tod, Finsternis) verbannt. Seit dem Erlösungstod Jesu Christi am Kreuz und
der Machtbeschneidung Luzifers in der Hölle beim sog. letzten oder jüngsten Gericht, haben wir Menschen die Möglichkeit, über viele Bewährungs-Inkarnationen wieder heilige Geister zu werden und an unseren ehemaligen Platz in den Himmeln
zurückzukehren.
Die folgenden zwei Kirchenlieder berichten darüber:
Denn nach dem Sündenfall war’n wir verstoßen all und sollten ewig sein verloren. Da hast du, reine Magd, wie dir vorhergesagt, uns Gottes Sohn zum Heil geboren.
Quelle: Braun, Georg (1675): Kirchenlied Nr. 583,3: Ave Maria zart. in: Katholisches Gebet- und Gesangbuch "Gotteslob". - Schwaben-Verlag Ostfildern.
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Tauet Himmel, den Gerechten! Wolken regnet ihn herab!" rief das Volk in bangen Nächten, dem Gott die Verheißung gab, einst den Mittler selbst zu sehen und zum Himmel einzugehen.
Denn verschlossen war das Tor, bis der Heiland trat hervor.
Quelle: Denis, Michael (1774): Kirchenlied Nr. 803,1: Tauet Himmel den Gerechten. in: Katholisches Gebet- und Gesangbuch "Gotteslob". - Schwaben-Verlag Ostfildern.
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Was sagt das Neue Testament der Bibel zu Sündenfall und Erbsünde?
„Über die Schöpfung Gottes und ihr Schicksal enthält das 'Neue Testament' nicht viel. Die Wahrheiten über die Geisterschöpfung, den Abfall eines Teiles der Geisterwelt unter der Führung Luzifers, über die von Gott geschaffenen
Besserungsstufen, auf denen die abgefallenen Geister wieder zu Gott zurückgeführt werden, über die Einhüllung der Geister in die Materie waren für die damaligen
Zeiten ebenso schwer verständlich, wie sie es für eure jetzige Zeit sind. Auch in den Briefen der Apostel findet ihr nicht viel davon. Denn dieser Wahrheitsstoff eignete
sich sehr schlecht für eine briefliche Belehrung. Er konnte nur im mündlichen Vortrag dem Verständnis der Gläubigen nähergebracht werden.“ (HGW: 371)
Was versteht die jenseitige Geisterwelt unter „Erbsünde“ oder „Todsünde“?
„Die erste Fahnenflucht wurde begangen bei der großen Geisterrevolution unter Luzifer. Das war die erste 'Sünde zum Tode'. Die Auferstehung von den Toten besteht darin, daß die im Reiche der geistig Toten weilenden Geister sich in Reue
wieder zum Reiche Gottes erheben. Sie kehren als frühere Deserteure wieder in die alte Heimat zurück. Die Rückkehr Christi aus der Hölle war die erste 'Auferstehung von den Toten'.“ (HGW: 382f.)
„Mit 'Sünde' (Erbsünde) ist hier nicht das menschliche Straucheln aus Schwachheit gemeint, von dem kein Mensch frei ist und von dem auch Jesus nicht frei war,
sondern unter 'Sünde' ist die Verfehlung zu verstehen, die uns von Gott trennt. Es ist die Sünde, die den Tod gebiert infolge des Abfalles von Gott.“ (HGW: 321)
"Wohl hat Jesus gesagt: "Was ihr über den Menschensohn lästert, mag euch vergeben werden. Aber was ihr über den heiligen Geist gelästert habt, das wird
euch nicht vergeben." (Vgl. Matthäus 12,32). Jene Sünde, die auch als 'Todsünde' bezeichnet wird, werde nicht einfach vergeben – weder in dieser noch in der zukünftigen Welt –, sondern müsse gesühnt werden. Indem Jesus davon sprach,
dass diese Sünde auch in der zukünftigen Welt (Geisterwelt) nicht vergeben werde, deutete er auf den Weg der Wiedergutmachung durch Wiedergeborenwerden hin, den alle gehen müssen, bis alles bereinigt ist." (J&L in GW 1974:405)
Was war die Folge des Sündenfalls unter Luzifer?
„Die Verdichtung der Materie zu so grober, derber Erscheinungsform wie der euren ist die Folge des Geisterfalles. Wir sprechen daher von der Vergeistigung der Materie als Endziel der Schaffung.“ (EE: 31)
„In der Entartung, die die Folge des Verlassens gesetzlicher Bahnen war, lag der Anfang des Chaos. Statt allgemeiner Entwicklung standen sich Entwicklung und Entartung diametral entgegen. Die Harmonie war gestört, und nur neue Gesetze
konnten die Dissonanz wieder zur Harmonie umbilden. Die Willensfreiheit, die Gott den Geistern gegeben hatte, konnte er ihnen nicht nehmen. Wenn er die Folgen
ihrer Willensfreiheit durch seine Allmacht aufgelöst hätte, so hätte er tatsächlich diese Willensfreiheit selbst aufgehoben.“ (EE: 24)
„Der Fall der Geister erforderte neue Gesetze. Denn die reine Geisterschaffung
bedurfte nur Gesetze der Entwicklung, des Wachstums. Nun bedurfte es Gesetze der Auflösung des Übels, entstanden durch das Irren der mit freiem Willen ausgestatteten Geister. Diese Gesetze sind Gesetze der Gnade und der
Gerechtigkeit. Sie bestehen so lange, bis die Vollkommenheit der ganzen Schöpfung erreicht ist. Es steht den Geistwesen frei, diese Geschenke der Gnade anzunehmen.“ (EE: 82)
Was hat es mit der Sünde Adam & Evas im Paradies auf sich?
"Wohl hatte ja Gott seinerzeit gehofft, jene zwei Geistgeschwister Adam und Eva würden im Namen der ganzen abtrünnigen Geisterschar die ihnen auferlegte Prüfung bestehen. Hätten sie sie bestanden, dann wäre auch jenen anderen die
Umwandlung in die Seinsformen der tiefen und tiefsten Entwicklung erspart geblieben; doch die beiden bestanden die erneute Prüfung auf ihren Gehorsam nicht. Darum mussten neue Wege der Heimführung geschaffen werden, und diese
waren mit viel größeren Zeitspannen verknüpft. Dafür sollten sie so ersonnen werden, dass sie unbedingt zum Ziele führen würden." (J&L in MW 1970:97)
Was geschah mit den Seelen vor der Erlösungstat Christi?
"Alle Wesen, die aus der Hölle heraus in ein menschliches Dasein getreten waren, hatten vor der Erlösungstat Christi nach ihrem irdischen Tode wieder in die Hölle
zuruckkehren müssen – sie waren Gefangene Luzifers." (J&L in MW 1978:84)
Fiel die Erbsünde beim „Letzten (jüngsten) Gericht“ weg?
"Christus hat beim jüngsten (letzten) Gericht nicht nur die gefallenen Geister vom 'Tode' erlöst, sondern auch die Möglichkeit der Buße und der daraus folgenden
Vergebung der Sünde, die zum 'Tode' führte, geschaffen." (J&L in GW 1979:323)
Wie kann die Erbsünde getilgt werden?
"Der Glaube allein genügt nicht, um das zurückzugewinnen, was einst beim Sündenfall verlorengegangen ist, sondern es braucht dazu eine 'Reinigung' der
verschiedensten Art, je nach der Verschuldung des einzelnen Wesens. Diese mehrfachen Erdenleben werden den Aufsteigenden die Möglichkeit bieten, 'gereinigt' zu werden, um so dereinst ihren Platz in der Gotteswelt wieder einnehmen zu
können. Aber nicht jeder bedarf derselben 'Reinigung'. Doch ohne Reinigung wird keiner seinen Platz zurückgewinnen." (J&L in MW 1971:61; GW 1975:104)
Welche Hinweise gab Jesus zur Erbsünde?
"Als Jesus bei Zachäus von den 'Verlorenen' sprach, nahm er damit auf die vorgeburtliche Zeit seines Gastgebers Bezug. Warum hatte Jesus ausgerechnet diesen Mann angesprochen, der auf den Feigenbaum geklettert war, und zu ihm
gesagt: "Komm eilends herab, ich will in dein Haus einkehren!"? Jesus hatte in seiner Geistesschau diesen Mann aus seiner vorgeburtlichen Zeit erkannt. Er wußte
nun, dass er einer von jenen gewesen war, die wegen ihres Wankelmutes die Himmel hatten verlassen müssen. Das war der Grund seines Menschseins." (J&L in GW 1980:50)
"Warum aber hatte Jesus zu dem Gichtbrüchigen gesagt: "Mein Sohn, deine Sünden sind dir vergeben!"? Auch bei ihm - wie bei Zachäus - hatte er in seinem
Geiste die vorgeburtliche Zeit dieses Menschen geschaut." Anders als bei Zachäus, der nur durch Wankelmütigkeit gefehlt hatte, sah Jesus bei diesem Menschen,
welche Last er sich aufgeladen, wie sehr er sich versündigt hatte, indem er es mit Luzifer hielt. "Nun war er von schwerer Krankheit heimgesucht worden. Sie konnte
von ihm genommen werden, indem Jesus sprach: "Deine Sünden sind dir vergeben!" Das besagte: "Ich verzeihe dir, was du getan hast. So sollst du so gesund sein dürfen wie andere Menschen."" (J&L in GW 1980:52)
2. Welche Sünden können wir auf Erden begehen?
Was sind menschliche Sünden?
Menschliche Sünden sind Verfehlungen, die wir hier auf dem Bewährungsplaneten Erde anderen Menschen (und Geschöpfen) gegenüber begehen können. In aller Regel handelt es sich um die Mißachtung der “10 Gebote” Gottes, die er dem Mose
auf dem Berg Sinai gegeben hatte (2. Mose, 20:1-17):
- Du sollst allein an einen Gott glauben
- Du sollst den Namen Gottes nicht verunehren (nicht fluchen).
- Du sollst den Tag des Herrn (Sonntag, Feiertag) heiligen.
- Du sollst Vater und Mutter ehren, damit du lange lebest und es dir wohl ergehe auf Erden.
- Du sollst nicht töten.
- Du sollst nicht Unkeuschheit (Ehebruch) treiben.
- Du sollst nicht stehlen.
- Du sollst kein falsches Zeugnis geben (nicht lügen).
- Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau.
- Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut.
Jesus faßte später diese Gebote in dem Satz zusammen:
“In allem behandelt eure Mitmenschen so, wie ihr wünscht, daß sie euch behandeln sollen. Das ist der ganze Inhalt der Lehre, die in dem Gesetz und den Propheten
enthalten ist.” (Mt. 7,12)
"Auf Erden gibt es die Sünde wider den Geist des Nächsten, die Lieblosigkeit gegen den Mitmenschen. Es ist darunter auch Betrug, Neid und Haß zu verstehen -
überhaupt alles, womit man dem andern wehe tut, ihn beleidigt, womit man ihn in seiner Seele verletzt. Das alles sind Sünden wider den Geist, die nicht ungesühnt vergeben werden." (J&L in MW 1979:84)
"Je näher die Stunde der Erfüllung seines Erlösungsauftrages rückte, um so mehr beschäftigte sich Jesus gerade mit den Menschen, die ihm Leid zufügen und ihn
zum Tode verurteilen würden. Es waren also die Pharisäer und Schriftgelehrten gemeint. Diese Menschen hätten keine Sünde gehabt, wenn er nicht gekommen wäre und nicht mit ihnen geredet hätte. Das heißt aber nicht, dass sie nicht die
Todsünde des Abfalls von Gott auf sich trugen - diese hatten sie. Jesus meinte damit die Sünde der Bosheit, der Verleumdung, des Unglaubens, der Falschheit, die diese Menschen ihm gegenüber begingen." (J&L in GW 1977:278)
Worin besteht der Unterschied zur sog. Todsünde?
„Als gottesgläubige Menschen seid ihr Untertanen des Reiches Gottes. Wenn ihr auch als schwache Erdenpilger täglich kleinere oder größere Fehler begeht, so sind
das Sünden, für die ihr zwar von Gott bestraft werdet, durch die ihr jedoch nicht aufhört, Untertanen des Reiches Gottes zu sein. Kehrt ihr aber Gott den Rücken
durch Unglauben, Gottesleugnung oder indem ihr lebt, als ob es keinen Gott gäbe, so ist das die Sünde der Fahnenflucht. Ihr seid tot für das Reich Gottes. Ihr habt 'die Sünde zum Tode' begangen.“ (HGW: 382)
Welchen Hinweis gab Jesus zu den menschlichen Sünden?
"Diesmal sagte Jesus nicht: "Deine Sünden sind dir vergeben!" Er brauchte diese Worte nicht zu sprechen, weil in diesem Falle ein anderer Grund vorlag. Bei diesem
Menschen ging der Umstand, dass er einen gelähmten Arm haben mußte, auf menschliches Verschulden zurück. So forderte Jesus ihn ohne weitere Worte oder nähere Hinweise einfach auf, die Hand auszustrecken - und er hatte wieder einen
gesunden Arm." Ihm brauchte er nicht zu sagen: "Deine Sünden sind dir vergeben!", weil sein Gebrechen nicht infolge einer früheren Schuld entstanden war, sondern
durch Selbstverschulden in seinem gegenwärtigen Leben. (J&L in GW 1980:52)
"War ein Mensch krank, der nicht als im besonderen belastet gezeichnet war, dann
erkannte Jesus, dass die Krankheit dieses Menschen nicht auf ein Karma zurückging, also nicht der Wiedergutmachung diente. Dieser Mensch war somit durch eigenes Verschulden im Laufe seines Lebens krank geworden, vielleicht
durch unrichtige Ernährung oder auf eine andere Art und Weise (wie der Armgelähmte). In einem solchen Falle konnte Jesus sagen: "Steh auf und gehe!"
Einem solchen mußte er weder sagen "Deine Sünden sind dir vergeben" noch - wie es bei diesem oder jenem geschah - "Gehe hin und sündige nicht mehr!"" (J&L in GW 1977:84)
War Maria, die Mutter Jesu, frei von menschlicher Sünde?
“Ganz unrichtig ist die Lehre der katholischen Kirche, daß Maria als Mensch frei von jeder, auch der geringsten Sünde gewesen sei. Kein Mensch ist ohne das, was ihr
menschliche Sünden nennt, und das nichts gemein hat mit der Sünde, von der Christus die Welt erlösen sollte - nämlich der Sünde des Abfalls von Gott. Dies ist
die eigentliche Sünde. Alles andere ist ein menschliches Straucheln, von dem auch Maria nicht frei war.“ (HGW: 313)
Von wem gehen die täglichen Verführungen aus?
"Auch nach dem letzten Gericht sollte Luzifer die Möglichkeit behalten dürfen, die Menschen zu beeinflussen; denn dies sollte ihnen zur Prüfung dienen. Sie würden
sich entscheiden müssen, auf welche Seite sie sich stellen wollten - auf die Seite Christi oder auf die Seite Luzifers. Sie sollten ihre Gesinnung kundtun. So sind also
dem Herrscher des Bösen noch Möglichkeiten geblieben, den Aufstieg derer zu behindern, die ins menschliche Dasein getreten sind, und er darf seine Macht an denen ausüben, die seinen Versuchungen nachgeben und seinen Einflüsterungen
Gehör schenken. Doch sein Eigentum sind sie nicht mehr. Sie sind vielmehr Christi Eigentum geworden. Rückwanderer sind sie jetzt, und für einen jeden von ihnen ist der Weg gebahnt". (J&L in GW 1976:157)
Wodurch werden menschliche Verfehlungen getilgt?
"Wer böse ist, also seine Seele belastet, muß jeweils in einem neuen Erdendasein versuchen, das gutzumachen, was er gefehlt hat. Es genügen freilich nicht ein oder
zwei Erdenleben, um dann nicht mehr einverleibt werden zu müssen. Denn lang, lang ist der Weg des Aufstiegs ... Bis zum Ende der Welt - und das ist eine lange
Zeit - müssen die Engel Gottes Gut und Böse voneinander trennen." (J&L in GW 1980:336)
Wie wirkten sich die Prüfungen auf Erden im Jenseits aus?
“Der gefallene Geist wurde nicht bei seinem ersten Falle zum Dämon; es bedurfte dazu wiederholten Falles, wiederholten Zurückweisens gebotener Gelegenheiten zum Fortschritt. (vhG: 40) Der Geist, welcher mit dem Gesetze rotierend seinen
Lebensturnus gesetzlich erfüllt, schreitet rasch seiner geistigen Befreiung und Ausbildung entgegen. Die derotierenden Geister fallen abwärts, die nicht mitrotierenden bleiben stationär“ (vhG: 89).
Welche Art von Sünden war die Ursachen für Völkerschicksale?
“Wegen der Ausrottung dieser Völker zeihen viele von euch den 'alttestamentlichen Gott' der Grausamkeit. Sie meinen, die Schreiber des 'Alten Testamentes' hätten
sich noch nicht zu der Höhe des Gottesbegriffes Christi aufschwingen können, sonst würden sie nicht ein so grausames Vorgehen als von Gott angeordnet bezeichnet haben. Da befindet ihr euch in einem Irrtum. Es war derselbe Christus,
der sowohl den Gottesbegriff des 'Neuen Testamentes' predigte als auch die Vernichtung jener götzendienerischen Völker anordnete. In dem einen wie in dem anderen Falle steht Christus als Retter da. Dadurch, daß er jene Völker vertilgen
ließ, bewahrte er sie vor einem noch tieferen Versinken in Unglauben und Laster. Er gab ihnen vielmehr die Gelegenheit, in einem neuen Dasein sich aus ihrer Tiefe
heraufzuarbeiten. Hier lag derselbe Grund vor, der vor Zeiten die Vernichtung der ganzen Menschheit durch die Flut und die Zerstörung der Städte Sodom und Gomorrha herbeigeführt hatte.“ (HGW: 307)
“Gott will, daß alle zum Gehorsam zurückkehren, die einst wegen ihres Ungehorsams aus dem Reiche Gottes ausgeschlossen werden mußten. - Das Israel der früheren Jahrtausende waren diejenigen, denen der reine Gottesglaube
übermittelt worden war. Es sollte diesen Gottesglauben auf die Mitwelt übertragen und so als Sauerteig der Wahrheit wirken. Nach treuer Erfüllung dieser Aufgabe
wäre es nach erfolgter Erlösung als erstes in das vom Erlöser erschlossene Reich Gottes eingegangen. Dieser Aufgabe hat sich jedoch der größte Teil Israels unwürdig gemacht. Darum wird das Heil zuerst den Nichtisraeliten zuteil, also
denjenigen, die früher nichts von Gott wußten. Und erst wenn alle Nichtisraeliten zu Gott gelangt sind, werden diejenigen gerettet werden, die früher den Gottesglauben
besaßen, aber nicht danach lebten. "Die Ersten werden die Letzten sein." Aber alles ohne Ausnahme wird gerettet werden.“ (HGW: 373)
Gibt es Sünden gegen die Schöpfung Gottes?
Die gröbste Sünde gegenüber der Pflanzenwelt ist die Massenproduktion. Sie ist keine Sünde in eurem Sinne, aber sie belastet die Pflanzenwelt mit dem größten Energiedefizit. Sie nimmt Energie im großen Rahmen aus der Erde heraus. Das
hinterläßt, für euch unsichtbar, große Energie-Löcher. Für die Erde und das Massenprodukt Pflanze hat das eine Schwächung des natürlichen Abwehrsystems zur Folge.
Wie ihr wißt, quartieren sich dann dort andere Lebewesen ein, wie Viren und Schädlinge, die die Pflanzen befallen und sich in der Folge auch das geschwächte Abwehrsystem des Menschen zunutze machen. Gemeint sind besonders die
Monokulturen der Landwirtschaft, übergroße Plantagen der verschiedensten Art, alles, was zu viel gleichgerichtete Energie aus der Erde entnimmt. Derartige Schwächungen wirken sich auf andere Gebiete der Erde aus, wie schon erwähnt.
Alles wird in das globale Schwingungsnetz der Erde aufgenommen, verbreitet sich dort und macht sich an anderen passenden Orten der Erde mit Energiedefiziten negativ bemerkbar. (FT: 35)
Die größte Umweltsünde ist vor allem die Gedankenlosigkeit, mit der die Umwelt behandelt wird. Das mangelnde Bewußtsein, was Umwelt bedeutet. Es wird alles als selbstverständlich hingenommen, ohne sich klar zu sein, welche hilfreichen
göttlichen Kräfte dahinter stehen, die euch das Leben auf dieser Erde überhaupt erst ermöglichen. Man identifiziert sich zu wenig mit den geistigen Kräften, die in der
Natur wirken, in der Erde, in den Pflanzen und auch in den Menschen. Es ist eine Art Blindheit im Bewußtsein.
Der erste Schritt zur Verbesserung dieses Verhältnisses Mensch - Umwelt wäre
daher eine Bewußtmachung dieser geistigen Kräfte. Daraus würde dann auch eine größere Liebe zur Natur und zur Umwelt und auch dem Menschen gegenüber als Bestandteil dieser Natur resultieren. Denn ein inneres, nicht nur intellektuelles,
Bewußtsein bedeutet gleichzeitig Liebe.
Als Folge dieses schlafenden inneren Bewußtseins zeigen sich äußerlich z. B. die Müllhalden, die desolate Atommüllentsorgung und andere Umweltsünden. Leider
werden in nächster Zeit noch keine entscheidenden Impulse zur Bereinigung dieser Situation auftreten.
Zukünftig werden aber aus der geistigen Sphäre Generationen auf die Erde gesandt
werden, die den Auftrag und die Fähigkeit haben, den menschlichen Bewußtseinszustand auf diesem Gebiet wachzurütteln, um mit diesen Mißständen aufzuräumen. (FT: 82)
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