Der Schmetterling: Sinnbild für die Vergeistigung der Materie nach der Analogie: Raupe = Inkarnation, Puppe = Tod, Falter = Geistwesen

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   WORLD VISION - Kinderpatenschaften

  

Herkunft der Seele

Quellenangaben siehe hier


Es gibt Unterschiede bei den Menschenseelen

Menschenseelen aus der Erde und von anderen Welten

Jesus zu Petrus:
Auf der Erde kommen zweierlei Arten von Menschen vor: Die eine, seelisch weiterentwickelte Art stammt von “oben”, nämlich aus anderen Welten. Sie sind die “Kinder Gottes”. Die andere, noch weniger weit entwickelte stammt von und aus dieser Erde. Sie sollen erst “Kinder Gottes” werden. Ihre Seele setzt sich aus vielen einzelnen Lebensteilchen zusammen, die von der satanischen Erde genommen sind und bislang als Natur- oder Erdgeister in und auf der Erde lebten. Diese Seelen haben sich von der Mineral- über die Pflanzen- bis zur Tierwelt emporgearbeitet. Solche Kinder, deren ganzes Wesen aus dem Satan genommen ist, sind stets der Gefahr ausgesetzt, von irgendeinem bösen Geist besessen zu werden. Dies geschieht dann am ehesten, wenn eine solch junge Seele eine himmlische Richtung einschlägt. Weil sich damit ein Lebensteil sich aus Höllensphäre zu entfernen beginnt, wird dort alles darangesetzt, dies zu verhindern. Dies erklärt, warum auf der Erde das Besessensein vorkommt und bis ans Ende dieser Erde vorkommen wird (GEJ. Bd. 2, 169: 3-12).

Jesus zum Oberstatthalter Cyrenius:
Unter den Menschenseelen gibt es Unterschiede. Einige kommen von anderen Planeten, sind kräftiger und die satanischen Geister dieser Erde können ihnen weniger anhaben. Solche Seelen können auch eine stärkere Fleisch-Lebensprobe aushalten, ohne Schaden zu nehmen. Wird bei ihnen der göttliche Geist erweckt, und durchdringt er dann die Seele, so wird das nur wenig Verdorbene in ihnen sofort ausgeheilt. Manche Menschenseelen sind sogar ehemalige Engel, bei denen nichts verdorben werden kann. Johannes der Täufer und Propheten, wie Moses, Elias, Jesajas gehören dazu. Solche Menschen sind einer schon gar starken Fleisch -Lebensprobe fähig und ertragen sie auch stets mit der größten Aufopferung (GEJ. Bd. 4, 34: 8-9).

Jesus zu Aziona und Epiphan:
Auf dieser Erde gibt es zweierlei Arten von Menschen: Die meisten haben sich in geordneter Stufenfolge aus den Natur- und Erdgeistern entwickelt und sind sowohl der Seele als auch des Leibes nach ganz von dieser Erde. Ich nenne sie “Kinder der Welt”. Ein viel geringerer Teil aber hat nur den Leibe von dieser Erde. Dies Seele jedoch stammt entweder aus anderen Sternenwelten sind gar reinste Engelsgeister aus den Geisterhimmeln. Diese zweite und viel edlere Menschenart nenne ich “Gotteskinder”. Ihnen allein ist es vorbehalten, die göttlichen Geheimnisse und Wahrheiten zu verstehen, den Kindern der Welt zu lehren und zu zeigen, wie auch sie zu Kindern Gottes werden können (GEJ. Bd. 5, 225: 2-5).

 

Ein bis zwei Prozent der Menschenseelen stammen von anderen Welten

Jesus zum Oberstatthalter Cyrenius:
Unter den Seelen, die von anderen Planeten auf diese Erde kommen, gibt es Unterschiede im Entwicklungsstand: Einige stammen aus vollkommenen Sonnensystemen und sind daher auch robuster als solche, die aus kleineren, der Erde ähnlichen Planeten kommen, um auf dieser Erde die Kindschaft Gottes zu erreichen. Je unvollkommener also ein Planet, desto schwächer sind auch seine Auswanderer. Sie haben hier zwar eine geringere Lebensprobe zu bestehen, können aber durch die satanische Verführung an ihrer Seele durchaus einen größeren Schaden nehmen.

Die meisten Seelen stammen allerdings von Anbeginn aus und von dieser Erde. Sie sind die anfälligsten und können am ehesten durch die weltlichen Verlockungen verdorben werden. Unter Hundert befinden sich aber 1 bis 2 Außerirdische, welche die schwachen Seelen vor gänzlichem Verderben schützen. Jede Seele aber – ob schwach, ohnmächtig oder verdorben – besitzt den Ur-Lebenskeim (Gottesfunke), der nie verdorben werden kann. Hat sich die Seele im Laufe der Zeit soweit entwickelt, daß der Gottesfunke in ihr erweckt wurde, wird sie dann auch bald selig wie ein Kind des Allerhöchsten oder ein menschgewordener Engelsgeist (GEJ. Bd. 4, 35: 1-4).

 

Johannes der Täufer war die Re-Inkarnation des Propheten Elias

Jesus:
Es war ein Mann von Gott gesandt, der hieß Johannes. Er predigte am Jordan die Buße und taufte die Bekehrten mit Wasser. In diesem Mann wohnte der Geist des Propheten Elias, und dieser war derselbe Engelsgeist (Michael), der den Luzifer im Urbeginn besiegte und später auf dem bekannten Berg um den Leichnam Moses mit Luzifer rang. Johannes der Täufer war indes das eigentliche Urlicht (Wort) nicht selbst, sondern wie alle Wesen lediglich ein Ablicht von letzterem. Durch sein demütiges Wesen aber war es ihm möglich, mit dem Urlicht in Verbindung zu bleiben. (GEJ. 1, 2: 1-4) 

 

Die Herkunft der Menschenseelen

Die Menschenseele stammt aus der satanischen Welt

Jesus zum Oberstatthalter Cyrenius:
Der Leib ist Materie und besteht aus grobstofflichen Substanzen. Diese werden in eine organische Form gezwängt, welche der freien Seele in allem Nötigen entspricht . Die in einem Leib wohnende Seele ist anfangs nicht vollkommener als ihr Leib, weil sie ja der unvollkommenen Urseele Satans entstammt. So ist der menschliche Körper eigentlich nichts anderes als eine zweckmäßig eingerichtete Läuterungsmaschine. In der Seele aber wohnt schon der Funke Gottes, der sie als Stimme des Gewissens über die göttliche Ordnung informiert (GEJ. Bd. 2, 210: 1-3).

Andererseits ist der Leib selbst mit allerlei Sinnen versehen und kann hören, sehen, fühlen, riechen und schmecken. Dadurch bekommt die Seele die nötigen Informationen von der Außenwelt, gute und wahre, schlechte und falsche. Aus dem Urteil des in ihr wohnenden Geistes erkennt sie bald, was da gut und was schlecht ist. Durch die äußeren Sinne macht die Seele Erfahrungen von guten und schlechten, wohltuenden und schmerzlichen Eindrücken. Schließlich kann ihr über die außerordentliche Offenbarung der Weg göttlicher Ordnung gezeigt werden. So ausgerüstet, kann dann die Seele ihren Weg frei selbst bestimmen. Will sie aber fortbestehen, muß sie sich durch die ihr gegebenen Mittel selbst aIs fortbestandsfähig gestalten und ausbauen. Sonst muß sie am Ende entweder das Los des Leibes teilen, oder sie tritt als noch zu drei Viertel unausgebildet aus dem Leib, der zur weiteren Ausbildung nicht mehr taugt. Dann muß die Seele in einem unbequemerem Körper auf gewöhnlich schmerzliche Weise ihre weitere Vervollkommnung fortzusetzen (GEJ. Bd. 2, 210: 4-7).

 

Von der Tier- zur Menschenseele

Jesus zum Oberstadtrichter: Hast du gesehen, wie der Adler den Schakal ergriffen hat, mit ihm in die Höhe flog und ihn dann auf einen steinigen Boden herabfallen ließ, wodurch dieser den Tod fand? Dieser Schakal hatte zuvor eine Gazelle gerissen und sich an ihrem Fleisch gesättigt. Nachdem der Schakal tot war, wollte ihn der Adler zu seinen Jungen in den Horst tragen, aber da er ihm zu schwer wurde, fiel er ihm in eine Schlucht. Dort aber weideten arabische Hirten ihre Herden und beobachteten, wie der Vogel herabschwebte, um sich seine Beute zu hohlen. Nahe genug bei den Hirten, spannten diese ihre Bögen und schossen den Adler ab.

Aus diesen drei schon recht weit entwickelten Tierstufen ist nun – freilich mit vielen tausend Vorstufen – eine Menschenseele entstanden. Diese wartet nur darauf, bei einer der nächsten Zeugungen in den Leib einer Mutter aufgenommen zu werden. Hinter dieser Seelenerscheinung aber steht eine Lichtgestalt als jenseitiger Geist der Seele. Dieser sorgt dafür, daß die Naturseele sich im Mutterleib weiterentwickeln kann.

Es wird davon ein männliches Kind zur Welt kommen, das zum Manne heranreift. Das Friedfertige der Gazelle wird sein Herz regieren, das Schlaue des Schakals seine Vernunft und das Kräftige des Adlers seinen Verstand, seinen Mut und seinen Willen. Sein Hauptcharakter wird ein kriegerischer sein, den er aber durch sein Gemüt und seine Klugheit mäßigen kann und so zu einem brauchbaren Menschen irgend eines Standes wird. Sollte er aber ein Krieger werden, wird er zwar auch durch seinen Mut Glück haben, aber ebenfalls ein Opfer der gegnerischen Waffen werden. – Damit du das Kind aber gleich von der Geburt an beobachten kannst, wird dein irdischer Nachbar schon im nächsten Jahr als sein Vater auftreten können.

Und nun weißt du alles, und Ich habe dir nun etwas gesagt und gezeigt, was Ich bis jetzt noch keinem Menschen in der Art gesagt und gezeigt habe (GEJ. Bd. 10, 185: 1-8).

 

Die Seele inkarniert beim Zeugungsakt

Jesus zum Oberstatthalter Cyrenius:
Bei der Zeugung geht eine entsprechend geeignete Seele ins Fleisch. Ihr vorleiblicher Aufenthalt war die Luft besonders in den Bergen oberhalb der Baumregion. Wenn eine Seele die erforderliche Konsistenz in der Luft erreicht hat, steigt sie zu den Wohnungen der Menschen hinab. Dort erhält sie im Ätherkreis der Menschen Nahrung und verweilt dort, wo sie von gleichartigen Wesen angezogen wird. Erfolgt dann die Begattung, so wird die dem Gattenpaar nahestehende Seele von deren Außen-Lebenskreis angezogen und tritt während der Befruchtungsvorgangs in den Samenstrom des Mannes und von dort weiter in das weibliche Ei. Von da an gleicht die Lebensseele dann schon einem Samenkorn, das ins Erdreich gelegt wurde. Im Mutterleib macht die Seele dann alle Stadien bis zur Geburt durch (GEJ. 2, 216: 1-4).

 

Der Mensch hat viele Inkarnationen hinter sich

Jesus zum Stoiker Philopold:
Glaubst du, du hättest mit Gott zuvor keinen Kontrakt gehabt und wärest nicht auf alle Bedingungen eingegangen, die für das Leben auf diesem Planeten nötig sind? Siehe, das ist bereits der 20. Weltkörper, auf dem du mit einem materiellen Leib lebst. Dein gesamtes fleischliches Alter an Jahren ist größer als die Zahl des Sandes aller Meere der Erde. Welche, für einen inkarnierten Menschen unvorstellbar lange Zeit verbrachtest du als ein reiner Geist voll klarem Selbstbewußtsein im endlosen Weltraum zusammen mit zahllosen anderen Geistern in einem freien Leben! Du nahmst alle Bedingungen an, auch die, daß du als ein Bewohner dieses erwählten Planeten alle Erinnerung an deine Vorleben auf anderen Weltkörpern völlig verlieren wirst (GEJ. 1, 213: 1 ff).

 

Die Inkarnation ist nur Mittel zum Zweck

Jesus zu Kisjonah:
Ein großer Teil der Geister hat die Freiheit ihres Willens mißbraucht und ist dadurch ins Gericht (in die materielle Gefangenschaft) versunken. Aus solchen Geistern, aus denen sowohl diese Erde wie auch alle anderen Planeten und Sterne des Universums bestehen, kommen die Menschen durch Zeugung und Geburt hervor. Ein Ins-Fleisch-Gehen ist also nur für die unfertigen Geistwesen nötig, nicht für die schon vollkommenen. Diese benötigen keinen materiellen Leib mehr. Denn die Inkarnation ist nur Mittel zum Zweck, da am Ende alles wieder geistig und nie mehr materiell zu werden hat. Diese Erde, alle Sonnensysteme und Galaxien werden einst vergehen sobald alle die in ihnen gefangen (gerichtet) gehaltenen Seelen auf dem Weg der Fleischwerdung sich zu reinen Geistern entwickelt haben. Sie bleiben ewig und werden nie vergehen (GEJ. Bd. 1, 165: 8-10).

 

Auf Erden gestalten die Seelen ihren Leib selbst

Erzengel Archiel zu Philopold:
Hier auf Erden geht es darum, ein völlig neues Geschöpf zu werden, und das aus und in Gott. Bist du erst einmal ein neues Gottesgeschöpf geworden und hast du die Kindschaft Gottes erreicht, erhältst du alle Erinnerung wieder zurück. In all den vielen anderen Welten wirst du dagegen äußerlich und innerlich so gestaltet, wie du sein mußt. Hier aber überträgt Gott die äußere Gestaltung deiner Seele, die sich dann ihren Leib selbst schafft.

Jeder Geist, der in die Seele kommt, muß diese zuerst durch die Einhaltung der göttlichen Gesetze weiterentwickeln. Hat die Seele dann einen bestimmten Reifegrad erreicht, geht der Geist völlig in der Seele auf und der Mensch wird dadurch vollendet. Denn der Geist im Menschen ist nichts anderes als ein Gott im kleinen. Vollkommenheit erlangt der Mensch aber nicht durch das Werk Gottes, sondern nur durch seine eigene Taten. Also: Auf allen anderen Weltkörpern müssen sich die Menschen nicht selbst gestalten, sondern sie werden von Gott oder seinen Kindern geformt. Hier auf Erden aber müssen sich die Menschen – im Rahmen der Schöpfungsordnung – ganz selbst gestalten, da sie sonst keine Kinder Gottes werden könnten. Ein vollendeter Mensch auf dieser Erde ist demnach als Gotteskind in allem Gott gleich, ein unvollendeter dagegen auf der Stufe der Tiere (GEJ. 1, 214: 9 f).

 

Der irdische Daseinskampf und das Werden des Menschen

Jesus zum Oberstadtrichter:
Überall auf der Erde wirst du der äußeren Erscheinung nach nichts als Feindschaft unter den Kreaturen finden. Betrachte einmal die Sonne, wie sie im Frühjahr die Natur zu neuem Leben erweckt, im Sommer jedoch dann wieder alles Lebendige verbrennt. Eure Gegend hier ist ein gutes Beispiel dafür: In der zweiten Hälfte des Winters bis zur ersten Hälfte des Frühjahres grünt alles, und eure Gegend sieht wie ein Paradies aus. Was ist sie aber jetzt? Kaum ist es Herbst, ist hier eine Steppe, in der man nur selten noch etwas Grünes findet. Alles ist verdorrt und ausgestorben. Oder geh erst nach Afrika oder in die südlichen Teile Arabiens, und du wirst viele Tagesreisen lang nichts Lebendes antreffen, denn die Hitze der Sonne tötet alles ab, was sie noch im Winter zum Leben erweckte. In den sogenannten gemäßigten Erdgürteln geht es noch am besten zu; aber dafür dauert dort der Winter um vieles länger als hier. Und so wirst du allenthalben auf der Erde feststellen, daß die Sonne einesteils die größte Wohltäterin der Erde, andererseits aber wieder ihre größte Zerstörerin ist. Und sieh, in welchem Verhältnis die Sonne zur Erde steht, in demselben befinden sich alle Kreaturen auf Erden gegenseitig. So kann der Regen und das Wasser die Natur beleben, im Überfluß aber die Erde verwüsten. Auch die Pflanzen kämpfen untereinander um die besten Plätze um Nahrung und Licht und es gibt nicht wenige, die bringen andere Pflanzen gar zum Absterben. Oder nehme beispielsweise die Tierwelt: Das eine Tier dient dem andern zum Fraße, und der Mensch – seinem Fleische nach selbst tierisch – ist und bleibt gar das größte Raubtier (GEJ. Bd. 10, 183: 1-16).

Jesus zum Oberstadtrichter:
Die Frage ist nun, warum Ich Feindseligkeiten unter den Geschöpfen auf einem Weltkörper wie dieser Erde überhaupt zulasse. – Dazu ist zu sagen, daß es im Weltall außer dieser Erde unzählige andere und noch größere Gestirne gibt, auf denen entweder gar keine oder nur sehr selten Kämpfe und Feindseligkeiten unter den Kreaturen herrschen.

Warum aber dieses Fressen und Gefressenwerden gerade auf dieser Erde? – Das liegt daran, weil die Menschen dieser Erde bezüglich Seele und Geist so beschaffen sind, daß sie Kinder Gottes werden sollen. Dann nämlich können sie dasselbe tun, was Ich Selbst vermag. Deshalb sagten schon die Propheten zu den Alten: “Ihr seid Meine Kinder und somit Götter, wie Ich euer Vater, Gott bin”. Um aber eine Seele soweit reifen zu lassen, muß sie, nach einer langen Reihe von Jahren, aus einer Unzahl von Seelenteilchen aus dem Reiche aller Erd-Kreaturen gewissermaßen zusammengefügt werden. Und dieses Zusammenfügen der fast endlos vielen Geschöpf-Seelen ist das, was die alten Weisen die “Wanderung der Seelen” nannten.

Zwar töten sich die materiellen Formen der Kreaturen und fressen sich gegenseitig auf, es werden dadurch aber viele in diesen Lebewesen wohnenden Seelen frei. Die gleichartigen von ihnen zeugen sich dann in einer höheren Daseinsstufe wieder in eine fleischliche Gestalt ein, und so weiter und so fort bis zum Menschen. Und wie es mit der Seele geht, so geht es auch mit ihrem jenseitigen Geist: Dieser ist ja der eigentliche Erwecker, Fortführer, Bildner und Erhalter der Seele, bis hin zur Menschenseele. Erst diese aber erhält den Verstand und einen freien Willen, womit sich der Mensch in moralischer Hinsicht weiter fortentwickeln kann. Hat sich nun die Seele bis zu einem bestimmten Grad geistiger Vollkommenheit hochgearbeitet, vereinigt sich ihr jenseitiger Licht und Liebegeist mit ihr. Von da an beginnt der ganze Mensch Gott in allem immer ähnlicher zu werden. Wird dann schließlich der Leib von der Seele genommen, ist sie dann schon ein vollkommen gottähnliches Wesen und kann aus sich heraus in schöpferischer Weise alles ins Dasein rufen und ihre Werke auch weise erhalten.

Das, was Ich dir jetzt gesagt habe, findet aber nur auf dieser Erde statt und auf keinem andern Weltkörper. Dies deshalb, weil diese Erde eben Meinem Herzen entspricht, Ich Selbst aber auch nur ein Herz und nicht mehrere Herzen besitze, so kann es auch nur einen Weltkörper geben, von mir geschaffen, der Meinem Herzen und dessen innerstem Lebenspunkt völlig entspricht. Das sieht du vielleicht nicht ganz ein. Aber wollte Ich das deinem Verstand in Gänze klarmachen, hätten wir über tausend Jahre lang zu tun, bis du Meine innere Weisheit ein wenig mehr verstündest. Sobald aber deine Seele mit meinem Geist eins wird, wirst du in einem einzigen Augenblick mehr begreifen, als du in 1000 Jahren mühsamstem Forschen erlernen könntest (GEJ. Bd. 10, 184: 1-10).

 

Die Entwicklung des Menschen zur Gottähnlichkeit

Die “Wiedergeburt des Geistes” und die Gotteskindschaft

Jesus:
Jene, die an mich glauben gebe ich die Möglichkeit, “Kinder Gottes” zu werden. Sie sind dann nicht Kinder, die aus dem Fleisch einer Frau geboren sind, sondern geistige Kinder Gottes. Damit ist die Rede von einer zweiten Geburt “aus dem Geist der Liebe zu Gott” bzw. der Geburt eines lebendigen Glaubens an Gott namens Jesus-Jehova-Zebaoth. Diese Geburt kann man auch “Wiedergeburt des Geistes durch die Taufe aus den Himmeln” nennen. Unter der “Taufe aus den Himmeln” verstehe ich den Übergang des Geistes wie auch der Seele samt all ihren Begierden in eine ausschließliche Liebe zu Gott. Ist ein solcher Übergang einmal aus freiestem Willen geschehen, befindet sich auch der ganze Mensch in Gott. In ihm wird der Mensch – nun in seinem Schöpfer wiedergeboren – zu einem neuen Wesen. Erst mit dieser “zweiten Geburt” wird der Mensch zum Wahren Gotteskind, ermöglicht durch die Gnade der freien Willensentscheidung. (GEJ. Bd. 1, 2: 12-15)

 

Auf der Erde entwickeln sich “Weltkinder” zu “Gotteskindern”

Jesus zum Oberstatthalter Cyrenius:
Diese Erde ist für die Erziehung jener Menschen ausersehen, die berufen sind, Meine Kinder zu werden! – Wenn ich aber den Menschen so geschaffen hätte, daß er schon von Geburt an in der höchsten Vollendung ohne eigenes Zutun besäße, welches selbstgewählte Entwicklung wäre für ihn da noch denkbar?

Wäre der Mensch schon von Anfang an ein vollkommenes Geschöpf in einer vollkommenen Umwelt, würde er aus sich heraus nichts dazulernen wollen. Solch einem Menschen würden selbst Meine größten Wunder gleichgültig sein! Oder meinst du, daß Mir Meine eigene Vollkommenheit etwas nützte und Mir Befriedigung gäbe? – Wahrlich nicht! Vielmehr liegt in dem Mitwachsen in Meinen zahlloses Gotteskindern, in ihrem zunehmenden Erkennen und Vollkommenwerden auch Mein höchstes Glück. Ihre Freude über eine mühsam errungene Fähigkeit ist auch stets Meine Freude und Meine von Ewigkeit her vorhandene Vollkommenheit bekommt erst dadurch einen Sinn. Wäre es nicht so, meinst du, Ich hätte je eine Welt mit ihren Lebewesen geschaffen? dies zu tun war Mir schon von Ewigkeiten her ein Bedürfnis.

So wie es ist, muß es bleiben! Ich bin nicht gekommen, der Erde eine “tote Ruhe” zu geben, sondern den Existenzkampf und die Höherentwicklung. Denn erst durch Haß wird Liebe möglich und erst durch das allgemeine Erdenübel entwickeln sich die Menschen weiter; sie werden mit der Zeit geduldig, sanft und in Meinen Willen ergeben. Gäbe es keine Lüge, welchen Wert hätte da die Wahrheit für sich?! Wer zündet schon am Tage ein Licht an, oder wer schätzt den Wert einer Öllampe beim Sonnenschein?  (GEJ. Bd. 5, 157: 2-10)

Alles, was man aIs gesetzwidrig, aIso auch aIs arg und schlecht bezeichnet ist lediglich ein zugelassenes Mittel, um die Menschenseele zu veranlassen, besser zu werden. Denn jedes Werden setzt eine Tätigkeit voraus  (GEJ. Bd. 5, 158: 1-2).

 

Die “Weltkinder” werden von “Gotteskindern” geschult

Jesus zu Aziona und Epiphan:
Die dem Schlamm (Erdgeistern) dieser Erde entwachsenen Weltmenschen, sind noch sehr sinnlicher Art, weil Ihre Seelen noch nie eine Inkarnation als Mensch und damit als freies, sich selbst bestimmendes Wesen durchgemacht haben. Sie können daher anfangs auch nur über die Zeremonien und Rituale zur Erkenntnis Gottes hingeführt werden. Diesen “Kindern der Welt” lassen sich die göttlichen Offenbarungen also nur über die Bildersprache nahebringen. Dabei wird ihnen von höherentwickelten Menschen, den sog. “Kindern Gottes” geholfen. Deren Seelen stammen von anderen Sternen oder sind mitunter sogar freiwillig inkarnierte Engel. Den “Weltkindern” wird aber nie zuviel auf einmal gelehrt, sondern nur so viel, wie sie vertragen und in ihrem “seelischen Magen” verdauen können (GEJ. Bd. 5, 225: 5-7).

 

Menschen wie Völker müssen sich geistig höherentwickeln

Jesus zu seinen Jüngern:
Was auf den Meeren die Winde und Stürme sind, das sind beim Menschen die zugelassenen geistigen Proben und Kämpfe. Sie muß jeder Mensch mehr oder weniger bestehen und sich dadurch zum wahren Leben emporarbeiten. Wenn dies im Kleinen für die Lebenszeit des einzelnen Menschen gilt, so trifft das im Großen auch für die langen Zeiträume ganzer Völker zu. (GEJ. Bd. 8, 162: 10-11)

Je mehr die Menschen in ihrer inneren (seelischen) Lebenstätigkeit träger, schläfriger und lichtloser werden, um so mehr stellen sich innerhalb der endlos großen Geisterwelt gleich starke Gegenkräfte ein, die unter den Menschen allerlei Bewegungen und Wogungen verursachen. Es erhebt sich dann ein Volk gegen das andere und eine Lehre bekämpft die gegnerische. Es wird lange dauern, bis die Völker dadurch auf eine höhere Lebensstufe gelangen. Im laufe der Zeit aber wird es dann heller und lichtet unter ihnen. Die scheinbare Not macht sie erfinderisch und zwingt die Menschen zu einem humaneren Zusammenleben. Durch werden dann Völker, die vorher nichts voneinander wußten, miteinander bekannt und helfen sich gegenseitig.

Wenn dieses Bedürfnis schließlich Allgemeingut wird und die Menschen sich mit dem bloßen Autoritätsglauben, der immer seine Ursache in einer satanischen Denkweise hat, nicht mehr begnügen, dann ist auch die Zeit gekommen, ihnen ein greifbares Lebenslicht in Klarheit und Wahrheit zu geben. So müssen denn viele, in seelischen Tiefschlaf versunkenen und in Finsternis geratenen Menschen und Völker in eine stürmische Bewegung versetzt werden, um nach und nach zu merken, was ihnen zum wirklichen Heil fehlt. (GEJ. Bd. 8, 162: 16-19)

 

Das Kleben am Weltlichen verhindert die Entwicklung der Seele

Jesus zum Oberstatthalter Cyrenius:
Wenn der Leib die Seele reizt, für seine sinnliche Befriedigung tätig zu werden, so geht das stets auf unvollkommene Naturgeister zurück. Gibt die Seele den Anforderungen des Leibes zu sehr nach, so verbindet sie sich mit den Naturgeistern und begibt sich damit in die eigene Hölle und stellt sich damit gegen die Ordnung Gottes. Bleibt die Seele in diesem Zustand, so ist sie ebenso unrein wie die gerichteten Geister ihres Leibes, bleibt dadurch in Sünde, Hölle und Tod. Da sie diesen fühlt, bekommt sie eine große Furcht vor ihm. Deshalb wissen die meisten Menschen von einem Leben der Seele nach dem leiblichen Tod nichts. Wenn man ihnen etwas davon sagt, so lachen sie einen nur aus, oder werden sogar böse (GEJ. Bd. 2, 210, 11-13).

 

Mit 30 Jahren sollte der Mensch den Sinn des Lebens erkannt haben

Jesus zum Oberstatthalter Cyrenius:
Spätestens bis zum 30. Lebensjahr sollte jeder Mensch so weit mit der Bildung seines Ichs vorangeschritten sein, daß ihm das selige Leben nach dem Tod bewußt ist. Alle, die danach erst zu fragen beginnen, sind noch weit von der Seelenreife entfernt. Jene aber, die gar nichts davon hören wollen oder diesen Glauben gar für Dummheit halten, befinden sich ihr ganzes Erdenleben hindurch in geistiger Hölle und Tod. Auch bei schon in ihrer Entwicklung fortgeschrittenen Seelen kann es vorkommen, daß sie auf die Verlockungen des Leibes und seiner Geister eingehen. Solche Seelen können aber nicht mehr völlig zurückfallen, sondern sind nur so lange unrein, als sie sich im Pfuhl ihrer Leibesgeister aufhalten. Darin fühlen sich aber nicht mehr lange wohl und kehren bald in ihren fortgeschrittenen Zustand zurück. (GEJ. 2, 210, 14-17)

 

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